Ein echter Gradmesser

Melsungen in Hannover arg gefordert - Danner setzt auf Spielwitz

Fulminant durchgesetzt: MT-Kreisläufer Felix Danner (r.) räumt in dieser Szene den Hannoveraner Fiete Buschmann ab und setzt zum Wurf an. Zum Saisonauftakt gibt‘s heute ein Wiedersehen. Foto: Fischer
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Fulminant durchgesetzt: MT-Kreisläufer Felix Danner (r.) räumt in dieser Szene den Hannoveraner Fiete Buschmann ab und setzt zum Wurf an. Zum Saisonauftakt gibt‘s heute ein Wiedersehen. Foto: Fischer

Melsungen/Hannover. Keine Frage: Es knistert. Bei Fans und Spielern der MT Melsungen gleichermaßen, die den Saisonstart der Handball-Bundesliga kaum erwarten können. Heute werden sie erlöst. Und gleich mit einem Schlager, wenn die Roth-Schützlinge beim niedersächsischen Nachbarn TSV Hannover-Burgdorf (19 Uhr Swiss-Life-Hall) antreten müssen.

„Ein echter Gradmesser“, weiß Linksaußen Michael Allendorf. Denn: Die Tabellennachbarn der letzten Spielzeit haben ähnliche Saisonziele, sich ähnlich verstärkt und eine ähnliche Spielweise. „Eine robuste Mannschaft, die uns liegen könnte“, meint Kreisläufer Felix Danner, „wenn wir unseren Spielwitz einbringen können.“

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Für Trainer Roth liegt das mögliche Erfolgsgeheimnis in der Balance seiner 6:0-Abwehr. Einerseits müsse sie „aggressiv rauskommen“, um den bärenstarken TSV-Rückraum nicht auf Touren kommen zu lassen. Für den stehen seinem Kollegen Christopher Nordmeyer zwei komplette Formationen zur Verfügung, wobei die Neuzugänge Olafur Gudmundsson und Kai Häfner wohl ihren Einstand feiern werden. Passen muss der dritte im Bunde, Sven-Sören Christophersen, den noch Beschwerden im Leisten- und Hüftbereich plagen.

Christophersen fällt noch aus

Andererseits, appelliert Michael Roth an seine Defensivabteilung, gilt es die Nahwurfzone abzusichern. Insbesondere Rechtsaußen Johannsen weiß nämlich jede Lücke zu nutzen. Eine Gratwanderung, bei der auch die Torhüter zu Protagonisten aufsteigen können. Beruhigend, dass Mikael Appelgren schon wieder gut drauf ist und auch sein Vertreter Per Sandström Selbstvertrauen tanken konnte.

Der Melsunger Angriff könnte den Gastgebern Rätsel aufgeben. Eine Nummer eins auf der Spielmacherposition war in der Vorbereitung nämlich nicht auszumachen. Der MT-Coach operierte mit zwei Regisseuren (Nenad Vuckovic und Patrik Fahlgren), die in ihrer Spielweise unterschiedlicher kaum sein könnten. Weiterhin ist Neuzugang Maric nicht nur für Hannover ein völlig unbeschriebenes Blatt.

Momir Rnic kennen die Gastgeber aus ihren Duellen mit Göppingen. Seine Rolle als Torjäger dürfte in Melsungen ähnlich sein: Druck machen und zumindest zwei Deckungsspieler binden. Das schafft Raum für seine Nebenleute. Und die lassen sich, normalerweise, auch nicht zweimal bitten. Schon gar nicht im so heftig herbei gesehnten ersten Saisonspiel. (ohm)

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