Europapokal-Auftritt endet mit 34:26-Erfolg

EHF-Cup: MT gewinnt letztes Gruppenspiel ungefährdet

Kassel. Der Einzug ins Europapokal-Viertelfinale hatten die Melsunger Handballer schon vorher sicher.

Dennoch knieten sich die MT-Spieler im letzten Gruppenspiel gegen RK Nexe noch einmal voll rein und feierten zur Freude ihrer Fans einen ungefährdeten 34:26 (20:14)-Erfolg. Damit schloss die MT die Runde als Gruppensieger mit zehn Pluspunkten ab. Zweiter wurde Eskilstuna Guif, das bereits am Freitagabend bei Balatonfüredi KSE mit 25:23 gewonnen hatte. Der Schnellcheck zum Spiel:

Wie war das Spiel?

Durchaus unterhaltsam, weil die Melsunger von Beginn an mächtig aufs Tempo drückten. Von 6:5 zogen sie innerhalb von fünf Minuten auf 13:5 davon. Es wurde ein Klassenunterschied deutlich. Nur gegen Ende des ersten Durchgangs zeigte die MT einige Unkonzentriertheiten, die die Kroaten bestraften und zu Ergebniskosmetik nutzten. Nach dem Seitenwechsel stellten die Gastgeber etwas um. Teilweise lief es dann nicht mehr wie am Schnürchen. Nexe um den gefährlichen Außen Tomislav Nuic kam sogar bis auf 19:22 (40.) heran. Doch gefährlich werden konnte die RK-Mannschaft dem Favoriten nicht mehr wirklich.

Melsungen spielte mit: Sandström, Appelgren – Maric 1, Sellin 5/2, Fahlgren 1, Schröder 5, Hildebrand 4, Danner 3, P. Müller 1, Boomhouwer 2, Rnic 5, Allendorf 4/1, Vuckovic 2, M. Müller 1.

War das Ergebnis gerecht?

Zweifellos. Wenn die Melsunger nicht noch einige glasklare Möglichkeiten liegen gelassen hätten, dann wäre der Sieg sogar noch höher ausgefallen.

Gab es etwas Überraschendes?

Ja, Melsungens Coach Michael Roth beorderte zunächst einige Akteure aus dem zweiten Glied aufs Feld. So standen unter anderem Torwart Per Sandström, der gut aufgelegte Malte Schröder sowie die beiden Außen Jeffrey Boomhouwer und Christian Hildebrand in der Startsieben. „Heute soll jeder mindestens eine Halbzeit spielen“, hatte Roth vor dem Anwurf erklärt.

Wie war die Stimmung?

Obwohl es praktisch um nichts mehr ging, war der Besuch in der Kasseler Rothenbach-Halle mit 1927 Zuschauern ganz ordentlich. So erzielte die MT in der Gruppenphase einen Schnitt von 2000 Fans. Damit sind die Nordhessen auch zufrieden. Und die Anhänger, die den Auftritt gegen Nexe in der Heimspielstätte des Bundesligisten verfolgten, erfreuten sich am Auftritt der Melsunger und bedachten viele gelungene Aktionen der Hausherren mit kräftigem Beifall.

Wie geht es jetzt weiter? 

Am Dienstag ab 10.45 Uhr wird in Wien das Viertelfinale ausgelost. Fest steht seit Samstagabend, dass Melsungen nicht auf den HSV Hamburg treffen kann. Denn weil die Füchse aus Berlin, automatisch fürs Final Four in der Bundeshauptstadt qualifiziert, das Spiel gegen Vojvodina in Novi Sad mit 30:25 gewannen und Gruppensieger wurden, kann es Melsungen nicht mit einem Erstplatzierten zu tun bekommen.

EHF-Cup: MT Melsungen gewinnt letztes Gruppenspiel

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