Dritte Runde

EHF-Pokal: MT, halte die Hünen auf!

Kann seinem Trainer wichtige Tipps geben: Melsungens Regisseur Patrik Fahlgren. Foto: Kasiewicz

Kassel. Am Samstag trifft die MT Melsungen im EHF-Pokal auf Tatran-Presov (19 Uhr, Rothenbach-Halle). Melsungens Regisseur Fahlgren warnt vor den Slowaken.

Als Spielmacher ist Patrik Fahlgren ohnehin ein wichtiger Ansprechpartner für Michael Roth. Im Vorfeld des Drittrunden-Europapokalhinspiels am Samstag ab 19 Uhr in der Kasseler Rothenbach-Halle gegen Tatran Presov bat der Coach des Handball-Bundesligisten MT Melsungen noch ein-, zweimal öfter den Skandinavier um seine fachkundige Meinung.

Vor dem Hintergrund, dass ihm der 29-Jährige einiges über die individuellen Fertigkeiten einiger Spieler des slowakischen Ausnahmeklubs sagen kann. Denn Fahlgren hatte mit der Nationalmannschaft Schwedens Ende Oktober in der EM-Qualifikation das Vergnügen, gleich auf eine ganze Reihe Akteure zu treffen, die sonst bei Tatran unter Vertrag stehen - in den Vergleichen mit Lettland und der Slowakei.

DER RIESE 

Mit Gardemaß: Presovs lettischer Nationalspieler Dainis Kristopans. Foto: dpa

Sage und schreibe 2,15 m ist Dajnis Kristopans groß - selbst für Handballer ein stattliches Maß. „Wir müssen früher auf ihn rausgehen. Der Mann ist ganz schwer zu blocken“, sagt Fahlgren über den wurfgewaltigen Letten. Zwar konnte der 24-Jährige die 23:33-Niederlage in Schweden nicht verhindern, glänzte aber als achtfacher Torschütze. „Meinetwegen darf er einige Treffer erzielen“, so Roth, „aber dann müssen wir den Rest im Griff haben.“

DIE SLOWAKEN-POWER 

Blockbildung: Sechs Spieler von Presov gehörten zuletzt zum Auswahl-Kader der Osteuropäer. So liefen der Ex-Gummersbacher Abwehrstratege und Kreisläufer Michal Kopco, Oliver Rabek, Tomas und Lukas Urban, Radovan Pekar und Andrei Petro auf. Wobei Rabek (2,04 m) im linken Rückraum nicht zu übersehen ist. „Das sind gute Spieler“, weiß Fahlgren, „wir müssen in beiden Duellen sehr konzentriert ans Werk gehen.“

DAS TATRAN-KONZEPT 

Wir übertragen das Spiel live im Web-Radio. Hier geht es zum Stream.

Gefühlt 80 Prozent ihrer Angriffe laufen nach dem Schema ab, dass irgendwann Kristopans oder Rabek zum Abschluss kommen – in Szene gesetzt vom slowenischen Mittelmann Vasja Furlan. Darauf stellte Roth seine Defensivkräfte Felix Danner, Nenad Vuckovic, Malte Schröder und Philipp Müller (Daumenverletzung), dessen Einsatz sich erst kurzfristig entscheidet, ein. Die MT wird versuchen, mit einer 6:0-Formation die Rückraumasse zu stoppen. Während des Rückzugsverhaltens soll aber Michael Allendorf schon Kristopans attackieren. „Presov hat das Niveau einer guten Bundesliga-Mannschaft“, betont der MT-Trainer. Zumal die Ostslowaken auch bei Tempogegenstößen über die Außen Radoslav Antl und Jakub Hrstka (beide links) sowie Tomas Urban (rechts) stets gefährlich sind.

DIE KADERSTÄRKE 

21 Mann umfasst das Aufgebot der Gäste – bedeutend größer als der Kader (16), den Michael Roth zur Verfügung hat. Doch Tatran-Chefcoach Peter David relativiert: „Wenn Michael wie wir noch den einen oder anderen Nachwuchsmann dazunehmen würde, käme er auch auf diese Mannschaftsstärke.“ Hatten die Slowaken bis vor zwei Wochen immer mal wieder Ausfälle zu beklagen, so treten sie in Kassel in Bestbesetzung an.

Von Björn Mahr

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