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Ein Blick auf das Melsunger Bundesliga-Team: MT Multikulti

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Von: Björn Mahr

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Einer von drei Kroaten im neuen Melsunger Kader: Linksaußen David Mandic kommt aus Zagreb zu den Nordhessen.
Einer von drei Kroaten im neuen Melsunger Kader: Linksaußen David Mandic kommt aus Zagreb zu den Nordhessen. © IMAGO IMAGES/Kolektiff

Am Montag beginnt die Vorbereitung für das MT-Team. Fünf Fakten zum neuen Kader des Handball-Bundesligisten MT Melsungen.

Kassel - In einer Woche kommt das Team des Handball-Bundesligisten MT Melsungen erstmals zusammen. Erst seit einigen Tagen steht allerdings fest, mit welchen Spielern die Mannschaft von Trainer Roberto Garcia Parrondo in die Anfang September beginnende Serie gehen wird. Wir haben fünf besondere Fakten zum MT-Team zusammengetragen.

1. Der Kader ist so groß wie noch nie. Gegen Ende der vergangenen Saison hatte Parrondo aus Verletzungsgründen nicht genügend Kräfte, um ein vernünftiges Training zu gestalten. Zwar werden zu Beginn der neuen Spielzeit mit Elvar Örn Jonsson, Domagoj Pavlovic und Timo Kastening noch drei Stammspieler ausfallen, über eine zu kleine Übungsgruppe wird sich der Spanier aber nicht beklagen können. Insgesamt 19 Profis und sieben Talente werden dazugehören. Neu verpflichtet wurden Agustin Casado, Ivan Martinovic, David Mandic, Adam Morawski, Aidenas Malasinskas und Rogerio Moraes.

Neu: Adam Morawski.
Neu: Adam Morawski. © IMAGO IMAGES/Newsix

2. Das Team ist so multikulturell zusammengestellt wie noch nie. Wenn die Nordhessen am Montag loslegen, sind Handballer aus neun Nationen dabei: Neben etlichen Deutschen gehören ein Pole, ein Montenegriner, drei Kroaten, ein Spanier, ein Litauer, zwei Isländer, ein Russe, ein Brasilianer und ein Portugiese zum Kader. Zum Vergleich: Beim ungarischen Topverein Veszprem sind es allerdings sogar Profis aus zehn verschiedenen Ländern. „Wir haben jetzt einige deutsche Spieler abgegeben. Aber zu dem Zeitpunkt, als wir aufgrund verletzter Spieler reagieren mussten, ging es nicht um die Nationalität, die ein Spieler hat, sondern darum: Welche Handballer sind gerade verfügbar, und wer kann uns helfen?“, erklärt MT-Manager Axel Geerken.

3. Den eigenen Talenten kommt eine wichtigere Rolle zu. Mit Rückkehrer Dimitri Ignatow, Ben Beekmann und Julian Fuchs bekommen drei Eigengewächse einen festen Platz im Bundesliga-Kader. Durch den Ausfall Kastenings (Kreuzbandriss) werden sich mit Ignatow und Fuchs zunächst zwei junge Akteure den Part auf Rechtsaußen teilen. „Wir sind davon überzeugt, dass beide dieser Aufgabe gewachsen sind. Sie genießen unser vollstes Vertrauen“, sagt MT-Sportdirektor Michael Allendorf. Zudem sollen aus dem Anschlusskader Florian Drosten, Tom Wolf, Manuel Hörr, Lasse Ohl, Jan Waldgenbach, Florian Potzkai und Erik Ulrich regelmäßig mittrainieren. „Sie sollen sich weiterentwickeln und bestenfalls den Arrivierten etwas Druck machen“, betont Geerken. Einige davon sammelten bereits Erstliga-Erfahrung. Nicht mehr dabei ist Paul Kompenhans, der genauso wie David Kuntscher zum TV Hüttenberg gewechselt ist.

Zurück: Dimitri Ignatow.
Zurück: Dimitri Ignatow. © Andreas Fischer

4. Die MT hat einen Torwarttrainer. Lange Zeit war der Posten vakant. Künftig betreut Carsten Lichtlein, ein Weltmeister von 2007, die Melsunger Schlussleute Nebojsa Simic, Adam Morawski und Youngster Erik Ullrich. „Er wird jeden Tag mit unseren Torhütern arbeiten. Er übernimmt auch das Videostudium für die Torleute“, erläutert Allendorf. Zudem besteht eine Aufgabe Lichtleins darin, die Nachwuchskeeper der MT gezielt zu fördern.

5. 15 MT-Profis sind auch als Nationalspieler tätig. Im Januar findet die Weltmeisterschaft in Schweden und Polen statt. Es ist davon auszugehen, dass die MT dann einige WM-Fahrer hat. In Betracht kommen: Kai Häfner, Julius Kühn, Finn Lemke, Timo Kastening (alle Deutschland), Morawski (Polen), Simic (Montenegro). Mandic, Martinovic, Pavlovic (alle Kroatien), Andre Gomes (Portugal), Casado (Spanien), Jonsson, Arnar Freyr Arnarsson (beide Island), Moraes (Brasilien).

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