Handball-Bundesliga

Ein fitter und ein angeschlagener Melsunger Abwehr-Hüne: Gleb Kalarash und Finn Lemke im Fokus

Erster Einsatz: Melsungens Neuzugang Gleb Kalarash (links) versucht hier zusammen mit dem Isländer Arnar Freyr Arnarsson, den Wurf des Hamburgers Jan Forstbauer abzuwehren.
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Erster Einsatz: Melsungens Neuzugang Gleb Kalarash (links) versucht hier zusammen mit dem Isländer Arnar Freyr Arnarsson, den Wurf des Hamburgers Jan Forstbauer abzuwehren.

Der eine ist neu bei der MT Melsungen, der andere ist verletzt - die Rede ist von Gleb Kalarash und Finn Lemke, zwei Abwehr-Hünen des heimischen Handball-Bundesligisten. Wir blicken auf ihre jeweilige Situation.

Kassel - Während einige andere Mitglieder des Handball-Bundesligisten Melsungen zurzeit in Europa und sogar teilweise in Nordafrika unterwegs sind, beginnen ihre MT-Kollegen schon damit, sich auf das nächste Heimspiel am kommenden Mittwoch (19.05 Uhr) gegen GWD Minden einzustimmen.

„In der Kleingruppe werden wir schon das eine oder andere vorbereiten“, sagt Co-Trainer Arjan Haenen, der anstelle des bei der ägyptischen Nationalmannschaft weilenden Spaniers Roberto Garcia Parrondo nun die Übungseinheiten leitet.

Dabei kann der Niederländer auf einen Spieler bauen, der erst seit Kurzem für die Nordhessen im Einsatz ist. Ein anderer, der eigentlich in dieser Woche nach der Reha wieder einsteigen sollte, muss sich dagegen weiter gedulden, bis er wieder normal trainieren kann. Gemeint sind die Abwehr-Hünen Gleb Kalarash und Finn Lemke.

Gleb Kalarash

Seine ersten Kurzeinsätze hatte der Russe Kalarash am Sonntag. Bevor das Spiel beim HSV Hamburg nach 23 Minuten wegen eines medizinischen Zwischenfalls auf der Tribüne abgebrochen wurde, durfte er für Elvar Örn Jonsson im Innenblock der 6:0-Deckung ran. Dass der 30-Jährige diese wichtige Aufgabe übernahm, war keine Überraschung. „Ich kenne die Taktik, ich kenne Robertos System – ich werde bei der MT schnell reinfinden“, sagte der 2,05 Meter große Neuzugang aus Balingen nach seinen ersten Trainingseinheiten bei seinem neuen Arbeitgeber.

Bereits bei Vardar Skopje arbeitete Kalarash unter Parrondo. Da wurde er fast ausschließlich in der Deckung eingesetzt. Doch am Kreis war der Nordmazedonier Stojance Stoilov praktisch gesetzt. „Vorher kam ich auch im Angriff zum Einsatz“, betont Kalarash. Beispielsweise zeichnete sich der russische Nationalspieler während seiner Zeit beim SC Magdeburg als Torschütze aus. Ob er die MT-Kreisläufer Arnar Freyr Arnarsson und Marino Maric punktuell entlasten kann, wird seine Entwicklung in der nächsten Wochen zeigen.

Kalarash, ein gebürtiger Moskauer, stammt aus einer handballbegeisterten Familie. „Als Kind war ich oft mit meiner Mutter in der Halle, wenn mein Papa gespielt hat“, erinnert sich Kalarash. Sein Vater Wladislaw war einst in der Bundesliga für den TuS Schutterwald und Eintracht Hildesheim tätig. Und in Russlands Auswahl auch ein Teamkollege von Torwartikone Andrej Lawrow, immerhin 2005 mit der MT in die 1. Bundesliga aufgestiegen.

Gleb Kalarash ist nicht allein nach Nordhessen gekommen. Seine Frau Marina lebt jetzt mit ihm in der Region Nordhessen.

Finn Lemke

Es war in der ersten Halbzeit des Heimspiels gegen den TuS N-Lübbecke passiert – Lemke knickte bei einer Abwehraktion unglücklich um. Für ihn ging es nicht mehr weiter. Die Diagnose: Teilriss des Außenbandes im Sprunggelenk. Zunächst waren Mannschaftsarzt Dr. Gerd Rauch und die medizinische Abteilung des Bundesligisten von einer vierwöchigen Pause ausgegangen. Inzwischen ist klar: Lemke wird seinem Team vorerst noch nicht wieder zur Verfügung stehen. „Es wird noch etwas dauern“, sagt Haenen.

Arbeiten am Comeback: die MT-Spieler Paul Kompenhans (vorn von links) und Finn Lemke mit Rehamed-Physiotherapeut Nico Hottenrott und Sportwissenschaftler Admir Imsirovic.

Lemke absolviert auch in dieser Woche noch ein Reha-Programm beim Kasseler MT-Partner Rehamed. Dort ist der 2,10-Meter-Hüne nicht allein zugange, denn Youngster Paul Kompenhans arbeitet nach einer komplizierten Sprunggelenksverletzung ebenfalls an seinem Comeback. Insgesamt vier MT-Profis fielen zu Beginn dieser Woche aus gesundheitlichen Gründen aus: neben Lemke noch Tobias Reichmann (Meniskus-OP), Yves Kunkel (krank) und Alexander Petersson (Bänderdehnung). (Björn Mahr)

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