30:28-Erfolg beim Zweitligisten

Ein glanzloser Pflichtsieg: MT Melsungen zieht in Bietigheim ins Achtelfinale des DHB-Pokals ein

Ein hartes Stück Arbeit: Melsungens Julius Kühn (Mitte) behauptet sich gegen die Bietigheimer Max Öhler (links) und Paco Barthe.
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Ein hartes Stück Arbeit: Melsungens Julius Kühn (Mitte) behauptet sich gegen die Bietigheimer Max Öhler (links) und Paco Barthe.

Die MT Melsungen hat die Pflichtaufgabe erfüllt. In der zweiten Runde des DHB-Pokals wurde der Handball-Bundesligist im Auswärtsspiel bei der SG BBM Bietigheim seiner Favoritenrolle gerecht, ohne allerdings zu glänzen.

Beim 30:28 (16:10)-Arbeitssieg beim Zweitligisten machten es die Nordhessen am Ende unnötig spannend, zogen aber dennoch ins Achtelfinale ein.

MT-Trainer Roberto Garcia Parrondo ließ in der Startformation im Rückraum Julius Kühn, Alexander Petersson und Domagoj Pavlovic, auf den Außen Timo Kastening und Yves Kunkel und am Kreis Marino Maric, der in der Abwehr von Arnar Freyr Arnarsson ersetzt wurde, ran. Im Tor stand Silvio Heinevetter. Mit den mutig und frech aufspielenden Bietigheimern hatten die Gäste in den ersten 15 Minuten so ihre Probleme. Die Hausherren führten sogar 2:0 und 3:1 (5.). Beim 4:3 ging die MT aber erstmals in Front, Kühn erzielte beim 5:4 (9.) bereits seinen dritten Treffer. Absetzen konnte sich der Favorit aber noch nicht. Auch weil SG-Torhüter Konstantin Polturm in den ersten 15 Minuten fünf Paraden zeigte, die MT führte lediglich mit 10:9.

Nach einer Viertelstunde wechselte Parrondo den kompletten Rückraum aus, brachte Kai Häfner, Andre Gomes und Elvar Örn Jonsson. Gomes begann erst einmal mit zwei Fehlwürfen, Häfner musste schnell mit einer Zwei-Minuten-Strafe wieder runter. Allerdings schaffte es die MT, durch die Treffer von Jonsson und Petersson in Unterzahl auf drei Tore wegzuziehen (12:9; 22. Minute).

Die Melsunger waren in der Abwehr nun konzentrierter, bei den Bietigheimern schien schon früh die Kraft nachzulassen. Zwischenzeitlich blieb die SG elf Minuten ohne Tor, traf erst beim 10:14 (27.) wieder. Das lag auch am starken Heinevetter, der in der ersten Halbzeit neun seiner insgesamt zwölf Paraden zeigte. Durch Maric und Jonsson baute die MT die Führung bis zur Pause auf 16:10 aus.

Die Gäste hatten sich ein beruhigendes Sechs-Tore-Polster verschafft. Zum Vergleich: Beim letzten Aufeinandertreffen im Pokal mit Bietigheim vor zwei Jahren stand es zur Pause 14:14, am Ende gewannen die Melsunger 31:25.

Und diesmal? Da zeigten sich die Gastgeber nach der Pause gut erholt, verkürzten auf 17:21 (38.). Vor allem Linksaußen Alexander Pfeifer stellte die MT immer wieder vor Probleme. Die Melsunger fingen sich wieder, nach zwei Kühn-Toren in Folge lagen sie beim 25:18 (42.) mit sieben Treffern vorn.

Eine Vorentscheidung? Denkste. Es schien so, als ließe bei der MT auf einmal die Konzentration nach. Im Angriff waren die Nordhessen zu hektisch. Immer wieder ließen sie freie Würfe liegen, scheiterten an Poltrum. Zudem häuften sich die technischen Fehler. Die MT ließ den Zweitligisten zurück ins Spiel, die SG verkürzte auf 22:25 (46.). „Das darf uns niemals passieren, auch wenn es Bietigheim gut gemacht hat“, sagte Melsungens Co-Trainer Arjan Haenen und fügte hinzu: „Es war von uns kein gutes Spiel, aber das Wichtigste ist, dass wir weitergekommen sind.“

Allerdings machte es die MT spannend. Beim Stand von 24:27 brachte Parrondo wieder Heinevetter für Nebojsa Simic, der seit Beginn der zweiten Halbzeit im Tor stand. Und Heinevetter brachte sich gleich mal mit einem gehaltenen Siebenmeter ein, den zweiten an diesem Abend. Häfner erhöhte mit seinen zwei Toren auf 29:24 (54.). Die Gastgeber gaben immer noch nicht auf, versuchten alles, allerdings verkürzten sie nur noch auf 28:30. Die MT zog ins Achtelfinale ein. (Manuel Kopp)

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