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Ein neues Duo auf Rechtsaußen bei der MT Melsungen

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Von: Manuel Kopp

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Das Tor im Visier: Melsungens Julian Fuchs (Mitte) traf gegen Lübbeckes Torwart Havard Asheim dreimal. Rechts im Bild ist Alexander Petersson zu sehen.
Das Tor im Visier: Melsungens Julian Fuchs (Mitte) traf gegen Lübbeckes Torwart Havard Asheim dreimal. Rechts im Bild ist Alexander Petersson zu sehen. © IMAGO/Eibner

Das Verletzungspech bei der MT Melsungen reißt einfach nicht ab. Mit Timo Kastening hat der Handball-Bundesligist nach dessen Kreuzbandriss den nächsten Langzeitverletzten – und das vor dem wichtigen Heimspiel am Donnerstag (19.05 Uhr) gegen Frisch Auf Göppingen. In der Kasseler Rothenbach-Halle treffen dann zwei Konkurrenten im Rennen um Rang fünf – einem Europapokalplatz – aufeinander.

Beim Auswärtsspiel in Lübbecke gab es bei der MT plötzlich ein neues Rechtsaußen-Duo. Da mit Kastening und Tobias Reichmann zwei Nationalspieler auf dieser Position ausfielen, spielten dort Julian Fuchs und der Halbrechte Alexander Petersson für jeweils eine Halbzeit.

Und es ist sehr wahrscheinlich, dass die beiden dies auch gegen Göppingen tun werden, denn Kastening und Reichmann werden erneut fehlen. Der 33-Jährige war in Lübbecke nicht dabei, weil er sich nach einem positiven Corona-Test in Isolation begeben musste. Reichmann hofft, sich in den nächsten Tagen freitesten zu können. Zumal Bundestrainer Alfred Gislason laut Deutscher Presse-Agentur (DPA) gestern ankündigte, dass er ihn für Kastening für die WM-Playoffs Mitte April gegen die Färöer Inseln nachnominieren will. „Er hat zuletzt bei der EM in der Slowakei geholfen und hat es dort gut gemacht. Für mich ist es eine logische Entscheidung“, wird Gislason von der DPA zitiert. „Wenn die Nationalmannschaft ruft und ich fit genug bin, gehe ich natürlich hin. Besonders in diesem Fall, wenn ich die Chance habe, an meiner früheren Wirkungsstätte in Kiel spielen zu können”, sagte Reichmann.

Beim morgigen Spiel wird der 33-Jährige aber nicht dabei sein, wie die MT mitteilte. So sind Fuchs und Petersson auf dieser Position wieder gute Optionen. Der 21-Jährige, der in der Bundesliga zuvor schon ein paar Kurzeinsätze absolvierte, stand in Lübbecke zum ersten Mal in der Startformation. Erst kurz vor dem Spiel erfuhr Fuchs, dass er beginnen würde. „Ich war schon ziemlich nervös“, sagt der Rechtsaußen und fügt hinzu: „Aber alle haben mir Mut zugesprochen, und als das Spiel losging, habe ich mir keine Gedanken mehr gemacht.“ Diese Lockerheit war ihm anzumerken. Seine ersten drei Würfe verwandelte er souverän, hatte so großen Anteil an der 7:4-Führung.

Na klar, besonders wichtig war sein erster Treffer. „Da ist mir schon ein Stein vom Herzen gefallen“, sagt Fuchs. Nach seinem dritten Tor hatte er bei einem weiteren Versuch dann Pech. Er traf nur die Unterkante der Latte. Dennoch machte Fuchs einen guten Eindruck. In der zweiten Halbzeit übernahm Petersson seinen Posten, der von der ungewohnten Position ein Tor zum 31:23-Erfolg beisteuerte.

Fuchs ist ein Beispiel dafür, dass bei der MT aufgrund der Verletztenmisere die jungen Spieler in den Fokus rücken. Paul Kompenhans begann zuletzt beim Heimspiel gegen Flensburg als Spielmacher. In Lübbecke stand neben Kompenhans und Fuchs mit David Kuntscher noch ein weiterer Spieler, der aus der eigenen Jugend kam, im Kader.

Da passt es gut, dass die Melsunger jetzt zum fünfen Mal in Folge mit dem Jugendzertifikat der Handball-Bundesliga ausgezeichnet wurden. Zum vierten Mal in Serie bekam die MT das Gütesiegel mit dem Prädikat für hervorragende Qualität. Zum Vergleich: Von den 27 ausgezeichneten Vereinen erhielten nur sieben diesen Zusatz. „Wir sind natürlich sehr stolz auf diese erneute Auszeichnung. Sie ist Beleg für unsere langfristig angelegte und kontinuierlich auf hohem Niveau betriebene Nachwuchsarbeit“, sagte MT-Nachwuchskoordinator Axel Renner.

Zurück zu Fuchs: Was erwartet der Rechtsaußen von der Partie gegen die Göppinger? „Sie haben gegen Balingen-Weilstetten verloren, daher werden sie noch motivierter sein“, sagt der 21-Jährige. „Aber wir müssen und wollen natürlich auch unbedingt gewinnen. Schließlich wollen wir am Ende der Saison ja Fünfter werden.“ (Manuel Kopp)

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