Duell am Sonntag

Vor Liga-Partie: Mindens Sportchef hat die MT Melsungen unter die Lupe genommen

Treffen aufeinander: Mindens Anton Mansson (links, hier im Lemgoer Trikot) und MT-Talent Johannes Golla. Foto: Schachtschneider/nh

Kassel. Am Sonntag erwarten die Ostwestfalen die MT Melsungen zum Handball-Bundesliga-Spiel. Vor dem Anwurf um 12.30 Uhr Mindens Sportchef Frank von Behren die MT unter die Lupe genommen.

Am Dienstag hatte GWD-Trainer Frank Carstens seinen 46. Geburtstag. Am selben Tag gab Minden die Verpflichtung eines neuen Linksaußen bekannt. Und am gestrigen Donnerstag wurde der Sportlicher Leiter Frank von Behren 41 Jahre alt.

Frank von Behren

Nein, in dieser Woche wird den Verantwortlichen von GWD Minden nicht langweilig. Zumal der Höhepunkt noch bevorsteht: Am Sonntag ab 12.30 Uhr (Sky) erwarten die Ostwestfalen in der Kampa-Halle die MT Melsungen. Einige Fakten zu dieser Partie:

  • Der Mindener Sportchef hat Informationen über die MT praktisch aus erster Hand. Beim letzten Auftritt der Melsunger im September gegen die SG Flensburg-Handewitt fungierte Frank von Behren bei Sky als TV-Experte. Der Ex-Nationalspieler nahm den nordhessischen Klub in der Kasseler Rothenbach-Halle unter die Lupe.
    So viele Erkenntnisse hat er nach eigener Ansicht nicht gewonnen: „Die MT kann viel besser spielen, als sie es da gezeigt hat.“ Ihm entging jedoch auch nicht, dass die Nordhessen an diesem Abend Schwächen im Rückzugsverhalten offenbarten und sich einige Fehler in der Offensive leisteten.
  • Die Gastgeber nehmen sich einiges vor. Bei einem Heimspiel sind die eigenen Erwartungen immer höher. Doch die Grün-Weißen haben nach der 25:34 (11:19)-Pleite in Magdeburg auch etwas gutzumachen. Dort klappte bei den Ostwestfalen im ersten Durchgang wenig. „Deshalb müssen wir erst mal nur auf uns schauen. Ich erwarte einen Riesenkampf“, betont von Behren.
  • Ein Mindener Profi freut sich ganz besonders auf das MT-Gastspiel. Kreisläufer Anton Mansson wechselte in diesem Sommer aus Lemgo zum Nachbarn. Der Schwede stand von 2010 bis 2014 in Melsunger Diensten und war somit Teamkollege von Felix Danner, Michael Allendorf und den Müller-Zwillingen. Zwar lebt er mit Frau Nadja, einer aktuellen deutschen Nationalspielerin, nach wie vor in Gütersloh, hatte aber einen guten Einstieg in Minden.
    „Dort spielen ja viele Skandinavier“, erklärt Mansson. Dalibor Doder ist beispielsweise der langjährige Spielmacher der schwedischen Nationalmannschaft. „Wir sind sehr zufrieden mit Anton“, lobt Frank von Behren.
  • Der Saisonstart der Mindener war respektabel. Vier Pluspunkte brachten die Ostwestfalen bislang auf ihr Konto. Die 26:29-Auftaktniederlage in eigener Halle gegen Leipzig tat weh. „Das Spiel war aber schon in Ordnung. Wir müssen auch sehen, wo wir herkommen“, sagt von Behren mit Blick auf die Vorstellung eine Woche zuvor im Pokal. Da blamierte sich GWD vor heimischer Kulisse gegen den Zweitligisten Ferndorf und schied überraschend in der ersten Runde aus.
  • Minden hofft gegen die MT auf den Einsatz eines Neuzugangs. Sechs Monate wird Charlie Sjöstrand (Knorpelverletzung) ausfallen. „Da mussten wir tätig werden“, erklärt von Behren. Nun verpflichtete GWD den 36 Jahre alten Slowenen Luka Zvizej. „Er kann uns sofort helfen“, ist der Sportliche Leiter überzeugt. Zumal Zvizej (früher Barcelona) ein guter Siebenmeterschütze ist. Bislang war Sjöstrand neben Aleksandar Svitlica, Christoffer Rambo und Doder einer der Strafwurfschützen.

Die MT hatte schon mal mit Zvizejs Bruder Miha zu tun, der einst in Toulouse/Frankreich am Kreis spielte. Sollte die Spielberechtigung des europäischen Handball-Verbandes vorliegen, gibt Luka Zvizej gegen Melsungen seinen Einstand.

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