Handball-Bundesliga

MT empfängt Erlangen - Roth wieder dabei

+
Wieder an der Seitenlinie: MT-Trainer Michael Roth (links) gibt Malte Schröder letzte Anweisungen.

Kassel. Das Unentschieden in Minden ist aufgearbeitet, nun konzentrieren sich die Handballer der MT Melsungen auf die Partie gegen den HC Erlangen. Los geht es in der Kasseler Rothenbach-Halle heute um 20.15 Uhr.

Fünf Spiele haben die Nordhessen im Bundesliga-Endspurt vor der Brust, im Kampf um den fünften Tabellenplatz zählen jetzt nur noch Siege. „Vor allem müssen wir unsere Heimspiele gewinnen“, sagt Michael Roth.

Weil der Melsunger Trainer am Freitag in Minden krankheitsbedingt fehlte, freut er sich besonders auf die Begegnung. Es sei ein komisches Gefühl gewesen, sich das Spiel erst später auf Video angucken zu können, berichtet der Handball-Lehrer. Nun sei er einigermaßen auf dem Damm und wird seinen Jungs wieder von der Seitenlinie aus Anweisungen geben. Den ersten Tipp gibt’s schon vor dem Anwurf: „Wir dürfen Erlangen nicht unterschätzen.“

Wie GWD Minden stecken die Franken bis zum Hals im Abstiegskampf. Aber nicht nur wegen der Tabellensituation stellt sich Roth auf einen heißen Tanz ein. „Erlangen ist ohnehin eine Mannschaft, die versucht, über Kraft und Einsatz zum Erfolg zu kommen“, erklärt der MT-Trainer. Da gilt es gegenzuhalten. Immerhin gelang den Erlangern in Berlin ein Sieg, in Kiel verloren sie nur mit einem Tor, und gegen Pokalsieger Flensburg spielten sie unentschieden. Gleichwohl weiß Roth, dass sein Team als klarer Favorit aufläuft. Mit dieser Situation kämen sie aber gut klar.

Vor seinem Heimdebüt: Heiko Grimm.

Anders als gegen Minden müssten die Chancen besser genutzt werden. Roth weist auf eine Erkenntnis hin: Seit Spielmacher Patrik Fahlgren fehlt - und das ist seit Ende März - hat die MT im Schnitt fünf Tore weniger pro Spiel erzielt. Um die Offensive macht sich Roth dennoch keine Sorgen. „Die Qualität im Angriff haben wir ja noch.“ Nun müsse die Abwehr eben stabiler stehen. Er hofft darauf, dass sich die Mannschaft in einen ähnlichen Rausch spielt, wie es in den Heimspielen gegen Lübbecke und Berlin der Fall war. Er denkt dabei schon ein Stück weiter - an den übernächsten Samstag nämlich, an die Partie gegen Göppingen, an das vermeintliche Endspiel um Platz fünf. Trumpft die MT gegen Erlangen auf, „holen wir uns viel Selbstvertrauen für Göppingen“, sagt Roth.

Abgesehen von Fahlgren hat er alle Mann an Bord. Auch Heiko Grimm. Der Neuzugang, der in Minden als Assistenz-Trainer einsprang, steht vor seinem Heimdebüt. Er sei ein positiver Typ, er helfe vor allem mit seiner Erfahrung, sagt Roth und ergänzt: „Solang wir ihn auf dem Spielfeld nicht brauchen, läuft alles nach Plan.“ Ansonsten ahnt der MT-Trainer, dass heute keine Schönheitspreise vergeben werden. Logisch, es zählt nur ein Sieg.

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.