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Ex-Melsunger Philipp Müller hilft jetzt in Leipzigs Reserve aus

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Von: Björn Mahr

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Philipp Müller.
Hilft zurzeit in Leipzigs zweiter Mannschaft aus: Philipp Müller – hier während eines Bundesligaspiels in der Saison 2020/21. © Imago Images/Zink

Philipp Müller kommt morgen nach Kassel. Auf den ersten Blick ist die Nachricht nicht so überraschend, weil der frühere Profi der MT Melsungen beim SC DHfK Leipzig als Sportkoordinator tätig ist und er den sächsischen Handball-Bundesligisten auch regelmäßig bei dessen Auswärtsspielen moralisch unterstützt.

Kassel – Doch ganz sicher war die Rückkehr an die alte Wirkungsstätte (Donnerstag, 19.05 Uhr, Sky) doch nicht. Denn Müller hilft in diesen Wochen in der Reservemannschaft des SC DHfK aus – und das Team kämpft in der Staffel C der 3. Liga um einen Nichtabstiegsplatz.

Seine Bilanz seit seinem Einstieg im Januar kann sich sehen lassen: vier Spiele, vier Siege. Auch wenn er bei seinem ersten Einsatz gegen den MTV Braunschweig früh die Rote Karte sah. „Das ist unglücklich gelaufen“, kommentiert der 37-Jährige rückblickend. Heute können er und Leipzig II ab 20 Uhr im Heimspiel gegen Eintracht Hildesheim den derzeitigen sechsten Rang festigen, der den direkten Klassenverbleib bedeuten würde.

Müller ist im Team mit Abstand der älteste Akteur. Etliche Akteure der U23 spielen auch noch in der A-Jugend der Sachsen. „Ich war ein bisschen erschrocken, als ich angefangen habe. Es macht mir aber sehr viel Spaß, mit den jungen Spielern zu arbeiten“, betont der ehemalige Melsunger Rückraummann, der seine lange Profi-Karriere 2020 beim SC DHfK beendet hat. Zweimal pro Woche nimmt er am Training der Reserve teil. Das reicht, um der Deckung des Drittligisten zu mehr Stabilität zu verhelfen. „Nach den vier Siegen haben wir es selbst in der Hand, in der Klasse zu bleiben“, sagt Müller erwartungsvoll.

Sollte Leipzigs zweite Mannschaft nicht einen der Plätze drei bis sechs belegen, müsste sie in der Abstiegsrunde ran. Zusätzliche Begegnungen hätten allerdings zur Folge, dass sich die Talente des SC DHfK in der entscheidenden Phase der Saison nicht ausschließlich auf die Partien in der A-Jugend-Bundesliga konzentrieren könnten und auch noch mit Leipzigs Reserve gefordert wären.

Morgen Abend hofft Müller, dass die erste Mannschaft des Klubs eine kleine Erfolgsserie fortsetzt. In den vergangenen vier Begegnungen holte das Team von Trainer Andre Haber 7:1 Punkte. Darunter waren Auswärtssiege beim TuS N-Lübbecke (28:23) und beim HBW Balingen-Weilstetten (29:25). Der Erfolg in Balingen war für die Sachsen sogar historisch – bis dahin hatten sie in ihrer Vereinsgeschichte noch nie bei den Galliern von der Alb gepunktet. Umso bemerkenswerter, als der SC DHfK auch die Folgen der EM zu spüren bekam. Spielmacher Luca Witzke und Abwehrstratege Simon Ernst hatten sich wie viele andere deutsche Nationalmannschafts-Kollegen mit dem Coronavirus infiziert. Der kroatische Rückraumschütze Marko Mamic verpasste wegen einer Covid-Erkrankung die komplette die Europameisterschaft.

Ärgerlich aus Sicht der Leipziger nur: Zuletzt gaben sie beim 23:23 in Minden noch eine Vier-Tore-Führung aus der Hand. „Da hatten wir uns mehr ausgerechnet“, stellt Philipp Müller fest. Nun kann es sein Team morgen besser machen. Der 37-Jährige wird in der Rothenbach-Halle dabei sein. (Björn Mahr)

Hintergrund

Keine Einzeltickets

Handball-Bundesligist MT Melsungen darf auch beim Spiel am Donnerstag ab 19.05 Uhr gegen den SC DHfK Leipzig wieder Zuschauer empfangen. Allerdings werden erneut keine Einzeltickets angeboten, es erhalten nur Inhaber von Vip- und Dauerkarten Zutritt. Einlass ist ab 17.30 Uhr. Auf dem gesamten Gelände und während des Spiels sind FFP2-Masken zu tragen, es gilt die 2G-Plus Regelung. 

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