Die kleine Aufstiegsparty gab es im Bus

Was war denn da los? Ex-Melsunger Patrik Fahlgren feiert als Hammarby-Trainer großen Erfolg

Hammarbys Trainer Patrik Fahlgren (vorn) feiert mit seinem Team den entscheidenden Sieg in Karlskrona.
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Großer Jubel in der Kabine: Hammarbys Trainer Patrik Fahlgren (vorn) feiert mit seinem Team den entscheidenden Sieg in Karlskrona.

Vor einem Jahr war Trainer Patrik Fahlgren mit dem Stockholmer Handball-Zweitligisten Hammarby dicht dran am Aufstieg in die erste schwedische Klasse. Dann fielen aber pandemiebedingt die Qualifikationsspiele aus – der zweite Platz des Teams war praktisch wertlos. Der ehemalige Profi des Bundesligisten MT Melsungen musste mit seiner Mannschaft einen neuen Anlauf unternehmen – und dominierte die Liga fast nach Belieben.

Kassel - Vor einem Jahr war Trainer Patrik Fahlgren mit dem Stockholmer Handball-Zweitligisten Hammarby dicht dran am Aufstieg in die erste schwedische Klasse. Dann fielen aber pandemiebedingt die Qualifikationsspiele aus – der zweite Platz des Teams war praktisch wertlos. Der ehemalige Profi des Bundesligisten MT Melsungen musste mit seiner Mannschaft einen neuen Anlauf unternehmen – und dominierte die Liga fast nach Belieben.

Mit neun Punkten Vorsprung holte sich Hammarby den Titel und ist damit zurück in der Eliteklasse. Stockholm ist endlich wieder erstklassig.

Was war denn da los?

„Hätte mir vor der Saison jemand gesagt, dass wir mit diesem Vorsprung Erster werden, hätte ich es wohl nicht geglaubt“, erklärt Fahlgren. „Aber wir waren von Anfang an richtig gut, sehr stabil in unseren Leistungen. Und selbst wenn wir mal nicht gut drauf waren, waren unsere Vorstellungen immer noch okay.“ In 26 Partien erreichte Hammarby 818 Tore. Fast immer knackte das Team die 30-Treffer-Marke. Ein Spiel gewannen die Stockholmer sogar 41:24.

Den entscheidenden Schritt zum Triumph machte der Traditionsklub am drittletzten Spieltag beim Verfolger Karlskrona – die Begegnung wurde ungefährdert 32:24 gewonnen. In Coronazeiten ist es mit dem Feiern zwar etwas schwierig – „aber“, sagt Fahlgren schmunzelnd, „wir hatten den Erfolg ja auswärts errungen. Da konnten wir ja zumindest auf der Rückreise im Mannschaftsbus ein bisschen feiern.“

Der 35-jährige Fahlgren, der mit der bekannten schwedischen TV-Moderatorin Jessica Almenäs und dem gemeinsamen Sohn Sam im Westen von Stockholm lebt, hat nun vier Monate Zeit, die Planungen für die nächste Serie voranzutreiben. Mitte Juli will er mit seinem Team in die Vorbereitung einsteigen – und es gibt einiges zu planen. Erstmals in der Geschichte des Handballs in Schweden wird ein Pokalwettbewerb ausgespielt. „Eine gute Sache“, findet Fahlgren, der einst mit Melsungen am deutschen Final Four in Hamburg teilnahm.

Die Aufgabe bei Hammarby macht dem ehemaligen Nationalspieler „viel Spaß“. Er kann sich aber durchaus vorstellen, auch noch einmal einen Trainerjob im Ausland zu übernehmen. (Björn Mahr)

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