Erstes Interview nach der Freistellung

Ex-Melsunger Trainer Michael Roth: Hege keinen Groll

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Ein Bild aus der Vergangenheit: MT-Trainer Michael Roth in der Mannschaftskabine in der Kasseler Rothenbach-Halle.

Jetzt steigt die MT Melsungen in die Vorbereitung auf die Saison 2018/19 ein. Erstmals seit acht Jahren wird dann der verantwortliche Trainer nicht Michael Roth, sondern Heiko Grimm heißen.

Nach seiner Freistellung Anfang April wollte Roth nichts sagen. Nun äußert er sich erstmals - und ist sehr aufgeräumt.

Michael Roth über...

  • die MT: Ich habe ein sehr gutes Verhältnis zum Verein. Ich hatte acht schöne Jahre, und es überwiegt die Dankbarkeit. Mittlerweile hatte ich sehr gute Gespräche mit der Aufsichtsratsvorsitzenden Barbara Braun-Lüdicke und ihrem Mann, dem MT-Vorstand Martin Lüdicke. In der vergangenen Woche war ich sogar mal wieder in der Melsunger Geschäftsstelle. Natürlich ist mein Engagement nicht so zu Ende gegangen, wie ich es mir gewünscht hätte. Ich hege allerdings keinen Groll.
  • seinen Nachfolger Heiko Grimm: Wir hatten eine gute Zusammenarbeit. Und nachdem ich freigestellt wurde, hat sich an unserer Freundschaft nichts geändert. Nach den Siegen im Mai habe ich ihm sofort gratuliert. Ich wünsche ihm wie auch der Mannschaft und dem Verein nur das Beste.
  • die Melsunger Fans: Sie sind zu einem großen Teil meines Lebens geworden. Dafür will ich einfach mal Danke sagen. Es war schön zu erleben, wie sich die MT in den vergangenen Jahren weiterentwickelt hat. Es war vielleicht unsere größte Leistung, viele Leute in der Region für den Handball zu begeistern.
  • seine Pläne: Nach einer Ayurveda-Kur im Mai geht es mir richtig gut. Kassel bleibt mein Lebensmittelpunkt. Jetzt habe ich die Zeit, mich weiterzubilden. Falls möglich, werde ich in Zukunft dem einen oder anderen Kollegen über die Schulter schauen. Vielleicht kann ich auch mal bei einem Kollegen im Ausland hospitieren.
  • den Sommer: Gefühlt ist es der erste Sommer seit 1981, in dem ich die Wochen planen kann ohne irgendwelche Handball-Spiele. Damals begann die Saison-Vorbereitung bei den Männern der SG Leutershausen. Diese Tage sind für mich sehr ungewöhnlich, ich kann allerdings noch nicht sagen, ob es wirklich angenehm ist (schmunzelt).
  • soziales Engagement: Wir beide, mein Bruder Uli und ich, kämpfen nach unserer überstandenen Krebs-Erkrankung seit Jahren dafür, dass die Männer zur Vorsorge gehen. Um diese Aufgabe werde ich mich jetzt noch mehr kümmern und weitere Vorträge halten.

Außerdem kann ich endlich einmal an den diversen Charity-Golf-Turnieren teilnehmen. Da sind immer auch andere Handball-Größen wie Heiner Brand, Christian Schwarzer, Stefan Kretzschmar, Martin Schwalb und Daniel Stephan dabei – eine schöne Sache, für die ich während meiner Arbeit als Trainer selten Zeit hatte.

Dieses Video ist ein Inhalt der Videoplattform Glomex und wurde nicht von der HNA erstellt.

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