Gabor Langhans spielt in Ashdod

Ehemaliger MT-Melsungen-Spieler berichtet vom Handball in Israel

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Gabor Langhans

Kassel. Die deutschen Handball-Fans schauen an diesem Mittwoch nach Wetzlar. Denn die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) trifft ab 19 Uhr (Livestream bei zdfsport.de) in der EM-Qualifikation auf die Vertretung Israels. Einer, der sich recht gut mit dem israelischen Handball auskennt, ist Gabor Langhans.

Der ehemalige Profi der MT Melsungen, des TuS N-Lübbecke und des ThSV Eisenach spielt seit dieser Saison für den Erstligisten Hapoel Ashdod.

Gabor Langhans über…

 seinen Start in Israel: „Ich habe mich sehr gut in Ashdod eingelebt. Trotz der unterschiedlich ausgeprägten Religionen kann ich nur eines sagen: Das Land ist sehr offen. Ashdod ist in etwa in so groß wie Kassel. Ich wohne nur etwa 200 Meter von einem riesigen Strand entfernt. Es sind nur 35 Minuten bis nach Tel Aviv. Viel vom Land gesehen habe ich allerdings noch nicht, denn ich stecke mitten in meiner Bachelor-Arbeit an der Fernuni in Wismar. Doch demnächst werde ich mir einiges anschauen. Mein lange lädiertes Knie macht mir überhaupt keine Probleme mehr. Das schöne Wetter scheint gut für mich zu sein.“

Promenade mit Palmen: Handball-Profi Gabor Langhans lebt in Ashdod.

 Handball in Israel:„Das Zuschauerinteresse ist gering. Nur rund 100 Zuschauer kommen zu unseren Heimspielen. Mein Tagesrhythmus ist aber ein ganz anderer als in Deutschland, weil die Übungszeiten später sind. Da einige im Team arbeiten, trainieren wir erst um 20 Uhr. Ich komme so manchmal erst um 1, 2 Uhr ins Bett. Zum Krafttraining gehe ich mittags. Die Top-Mannschaften hätten die Qualität, um in der 2. Bundesliga mitzuspielen. Ansonsten hat es eher Drittliga-Niveau. Ganz anders als beim Handball in Deutschland wird hier sehr oft mit einer Manndeckung verteidigt. Da wirst du auf elf Metern kurz gedeckt. Nach der Länderspielpause gibt es für uns das Spitzenspiel gegen Maccabi Rishon. Im Training wird hebräisch, in den Spielen englisch gesprochen. Jede Mannschaft darf drei Ausländerplätze besetzen. In Ashdod gibt es neben mir noch einen serbischen Torwart.“

 das Nationalteam Israels: „Mein Coach Oleg Butenko ist zugleich der Nationaltrainer. Aus unserem Team gehören fünf Spieler dem Auswahlkader an. Alle freuen sich aufs Spiel in Wetzlar. Die Jungs kennen jeden deutschen Nationalspieler, das sind Vorbilder für sie. Einige haben mich schon gefragt, wie der oder der Spieler so ist.“

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