Spiel am Sonntag um 15 Uhr in der Rothenbachhalle

MT gegen Lemgo: Fahlgren gibt nun Tipps von der Seitenlinie

+
Guck mal, Trainer, hast du das gesehen: MT-Regisseur Patrik Fahlgren (rechts) gibt Michael Roth in der Partie gegen N-Lübbecke an der Seitenlinie Tipps.

Kassel. Handball-Bundesligist MT Melsungen empfängt am Sonntag den TBV Lemgo in der Rothenbach-Halle (15 Uhr). Regisseur Patrik Fahlgren wird dann wieder als Ratgeber an der Seitenlinie fungieren.

Auf dem Spielfeld kann Patrik Fahlgren seiner Mannschaft derzeit nicht helfen. Die Hände legt der Regisseur der MT Melsungen nach seinem Kreuzbandriss aber keineswegs in den Schoß. Seit mehreren Wochen mischt der Schwede beim Handball-Bundesligisten wieder mit - als Betreuer und Ratgeber an der Seitenlinie. „Ich bin endlich wieder nah beim Team und da, wo die Luft brennt“, sagt er. Auch am Sonntag wird er diese Luft spüren, wenn die MT den TBV Lemgo in der Rothenbach-Halle empfängt. Los geht’s um 15 Uhr.

Dann wird der 30-Jährige nicht nur seinen Mannschaftskameraden, sondern auch Melsungens Trainer Michael Roth wertvolle Tipps geben. Als Spielmacher sei er es ja gewohnt, andere zu dirigieren, sagt Fahlgren: „Jetzt mache ich das eben von der Bank aus. So kann ich den Jungs helfen.“ Bereits im Sommer habe ihn Roth gefragt, ob er ihn unterstützen wolle. Lange überlegen musste Fahlgren nicht. „Natürlich hatte ich Lust. Die neue Aufgabe macht mir Spaß.“ Nach seiner aktiven Zeit könne er sich gut vorstellen, als Trainer zu arbeiten.

Bis dahin sollen aber nicht nur nach Fahlgrens Willen noch einige Jahre ins Land gehen. Spieler wie Fans sehnen die Rückkehr des MT-Regisseurs herbei, der mit seinen genialen Ideen gegnerische Abwehrreihen zur Verzweiflung bringen kann. Am meisten fiebert der Schwede selbst dem Moment entgegen, „in dem ich endlich wieder auf der Platte stehen darf“.

Seine Leidenszeit begann im Heimspiel gegen die Füchse Berlin am 25. März, als er in der zweiten Halbzeit humpelnd das Spielfeld verlassen musste. Die Diagnose Kreuzbandriss sei erst mal „eine Riesenenttäuschung“ gewesen, gesteht Fahlgren. Den Schock verdaute er aber schnell, und er blickte sofort wieder positiv in die Zukunft. „Was hätte ich sonst machen sollen. Es bringt ja nichts, sich ins Bett zu legen und die Decke anzustarren.“ Er sei eben ein Typ, der Lösungen finden möchte, wenn es Probleme gibt. Im Grunde wie auf dem Spielfeld.

Auf der einen Seite der gewitzte Handballer, auf der anderen Seite der nüchterne Realist - so lässt sich der besonnene Schwede beschreiben. Durch seinen Job an der Seitenlinie würde die Lust aufs Mitspielen zusätzlich wachsen, sagt Fahlgren. Er sei sich aber bewusst, dass es noch nicht geht. Trotzdem sei das Kribbeln zugleich Motivation, weiter zu trainieren und für die Rückkehr zu schuften.

Wann die genau sein wird, könne er nicht sagen. Das Aufbautraining laufe gut. „Aber es macht keine Sinn, ein Datum zu nennen.“ Anfang, Mitte, Ende November? „Keine Ahnung“, sagt Fahlgren. Er wolle erst hundertprozentig fit sein - das sei die Hauptsache. Am Sonntag gegen Lemgo ist er erst mal als Ratgeber gefragt.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.