Samstag, 15 Uhr, gegen Lemgo

Roth-Team beweist Qualität - Fahlgrens kluge Regie

Patrik Fahlgren
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Patrik Fahlgren

Eisenach. Was er genau geschrieben hat, ist nicht bekannt. Aber die beiden ersten SMS, die Patrik Fahlgren nach dem 31:25 (18:14)-Sieg beim ThSV Eisenach verschickte, kann der Spielmacher des Handball-Bundesligisten MT Melsungen sogar von der Steuer absetzen.

Denn diese waren an Tobias Karlsson und Oscar Carlen gerichtet. „Wir können Mitte April in Hamburg eine Dienstbesprechung abhalten“, witzelte Fahlgren - mit Blick darauf, dass er beim Final Foul in Hamburg seine beiden Landsleute trifft, mit denen er in seiner Schweden eine Versicherungsagentur leitet. Denn Karlsson ist noch dazu Spieler der SG Flensburg-Handewitt und Carlen ist als Rekovaleszent im Team des HSV Hamburg ebenfalls vor Ort.

Zeigt her, Eure T-Shirts: die Melsunger Jonathan Stenbäcken und Felix Danner freuen sich über den Einzug ins Final Four.

Ob ihn diese Aussicht vor dem Viertelfinale besonders motiviert hat? „Nein“, sagt der MT-Stratege, „für Melsungen ist dieser Erfolg ohnehin eine Riesensache. Ich bin so stolz auf die Mannschaft.“ Wobei er sich als ein wahrer Regisseur präsentierte, weil er von der ersten Minute an das Spiel seines Teams in die Breite zog und einen ruhigen Spielaufbau verordnete. „Der ThSV ist dadurch nicht so in die Zweikämpfe gekommen“, stellte Trainer Michael Roth erfreut fest und lobte indirekt die Vorgehensweise des Skandinaviers. Zumal Fahlgren manchmal selbst Richtung gegnerisches Gehäuse zog und traf. Ansonsten war da immer auch noch Alexandros Vasilakis, der mit acht Toren bester MT-Schütze wurde. „Ich bin sehr zufrieden mit unserem Auftritt. Wir haben eine hohe Qualität“, freute sich der Grieche und genoss wie seine Mitstreiter ein kühles Blondes.

„Alle Spieler haben die richtige Einstellung gezeigt und den Gegner sehr ernst genommen. Heute Abend dürfen sie diesen Erfolg auch genießen“, erklärte Melsungens Manager Axel Geerken. Seit gestern gilt jedoch für Felix Danner, Jonathan Stenbäcken und Co. die volle Konzentration dem nächsten Bundesliga-Heimspiel (morgen, 15 Uhr, Rothenbach-Halle Kassel) gegen den TBV Lemgo.

„Es ist ein enormer Vorteil für uns, nach einem Sieg in so eine Partie gehen zu können. So ein Sieg pusht uns“, weiß Torwart Per Sandström. Der Routinier war sichtlich erleichtert, nachdem er in der ersten Halbzeit kaum etwas abgewehrt hatte, nach der Pause aber zusehends stärker wurde. Roth hatte überlegt, ihn herauszunehmen und Mikael Appelgren zu bringen. „Ich weiß aber, dass Pelle jederzeit zurückkommen kann. Das hat in Kiel damals geklappt und nun auch“, erläuterte der Coach.

Es war allerdings auch keine Überraschung, dass Sandström noch zulegte. Die Chance, mal wieder beim Final Four dabei zu sein, wollte er sich nicht entgehen lassen. Zumal er als früherer HSV-Profi den einen oder anderen Bekannten trifft.

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