MT zum Bundesliga-Auftakt bei den Galliern von der Alb

Fast nur gute Erinnerungen an Balingen - Melsunger Linksaußen Yves Kunkel im Fokus

Kehrt an seine frühere Wirkungsstätte zurück: MT Melsungens Linksaußen Yves Kunkel.
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Kehrt an seine frühere Wirkungsstätte zurück: Yves Kunkel.

Die Handballer der MT Melsungen treten zum Bundesliga-Auftakt am Sonntag bei HBW Balingen-Weilstetten an. Für MT-Linksaußen Yves Kunkel ist es kein ganz normales Spiel.

Kassel/Balingen – Zwei Jahre spielte er für HBW Balingen-Weilstetten – von 2015 bis 2017. „Ich mag die Mentalität der Balinger“, sagt Yves Kunkel, „ich habe die Menschen dort als sehr direkt und bodenständig kennengelernt.“ Wenn der Handball-Profi am Sonntag ab 16 Uhr mit der MT Melsungen zum Bundesliga-Auftaktspiel bei den Galliern von der Alb gastiert, dann wird er sich an viele schöne Momente aus seiner Zeit in Schwaben erinnern.

In seinem zweiten Jahr bei den Süddeutschen wurde der Linksaußen mit 171 Treffern Siebter der Bundesliga-Torschützenliste. Er genoss die Ausflüge zur Burg Hohenzollern. Und mit seiner jetzigen Frau Selina kam er zusammen, als er in Balingen für Furore sorgte. „Ich habe allerdings auch unser Hinspiel der vergangenen Saison im Hinterkopf“, bekennt der 26-Jährige. 23:36 verloren die Melsunger vor einem Jahr in der Sparkassen-Arena, die auch oft als „Hölle Süd“ bezeichnet wird. Für die Balinger war es ein wahrhaft teuflisches Vergnügen, die MT-Profis rutschten dagegen früh in der Saison in eine Krise.

„Wir sind gewarnt“, sagt Kunkel. Nach so einer langen Pause sei es zudem schwer, die Testspielergebnisse der Konkurrenz richtig einzuschätzen. Die Balinger schlugen unter anderem die Bundesliga-Rivalen Göppingen sowie Stuttgart und unterlagen den Rhein-Neckar Löwen nur knapp.

Der Melsunger Außen rückt nicht nur wegen seiner HBW-Vergangenheit in den Fokus. Da der erfahrene Michael Allendorf (Muskelfaserriss) noch nicht wieder einsetzbar ist, ist Kunkel auf der linken Seiten besonders gefordert – wie auch schon in den Tests im September. „Ich habe noch genügend Kraft“, erklärt der gebürtige Saarländer schmunzelnd. Dabei gelang es ihm wiederholt, sich auszuzeichnen. Denn die MT intensivierte zuletzt das Spiel über die Außen. „Es macht schon einen Unterschied, ob du zwei Bälle bekommst und ein Tor wirfst oder sechs Pässe bekommst und fünf Treffer erzielst“, erklärt Kunkel vielsagend.

Dabei nimmt die Zahl der Tempogegenstöße auch deshalb zu, weil die Torleute Nebojsa Simic und Silvio Heinevetter immer öfter die schnellen Gegenstöße initiieren. „Simo und Silvio spielen gern den weiten Pass“, betont Kunkel.

Bei seiner Rückkehr an die alte Wirkungsstätte wird der 26-Jährige nicht mehr so viele alte Balinger Weggefährten treffen. Tim Nothdurft war damals immerhin sein Partner auf Linksaußen. Und der starke Rückraumstratege Lukas Saueressig sowie Rene Zobel waren damals zumindest schon im Verein.

Am meisten freut sich Kunkel aber über das Wiedersehen mit einem Balinger Neuzugang: Der Ex-Hüttenberger Björn Zintel stammt wie er selbst aus Völklingen und besuchte ebenfalls das Gymnasium am Rotenbühl in Saarbrücken. Und: Zintel war ein Gast auf der Hochzeit von Selina und Yves Kunkel. (Björn Mahr)

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