Faszination Final Four: Fans begeistert vom Endrundenturnier

Flensburg-Fans: Holger Buch (links) und Andreas Rieper. Foto:  Lipke
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Flensburg-Fans: Holger Buch (links) und Andreas Rieper. Foto:  Lipke

Hamburg. Es wummert. Es dröhnt. Die Bässe schlagen. Ausnahmezustand in der Hamburger O2 World. Die Ecken der gigantischen Arena erstrahlen in Rot (zweimal), Gelb und Grün. Ganz klar, es ist mal wieder Final-Four-Wochenende. „Das ist schon der Hammer. Irgendwie atemberaubend“, sagen Alexander Mix und Gernot Sturm vom Melsunger Fanklub MT-Supporters Kassel.

Wie im vergangenen Jahr sind die Nordhessen mit dem Sonderzug von Kassel an die Elbe gereist. Ehrensache. Auch sie hat das Final Four in den Bann gezogen. „Die Atmosphäre lässt sich mit keinem Bundesligaspiel vergleichen. Vier Fangruppen, ausverkaufte Halle, die vier besten Pokalteams - was will man mehr. Da schlägt das Handballherz höher“, fasst Mix die Faszination Final Four zusammen.

Soeben ging das erste Halbfinale zwischen den Rhein-Neckar Löwen und der SG Flensburg-Handewitt zu Ende. Die beiden MT-Fans kauern gemütlich in ihren Sitzen im Melsunger Block, nippen am Bierchen und bereiten sich auf das zweite Spiel des Tages vor, auf den Auftritt ihrer Mannschaft - und auf den eigenen. Mix gesteht: „Ich bin schon etwas aufgeregt.“ Vor der Begegnung gegen die Füchse wird der 42-Jährige die MT-Fahne unten auf dem Spielfeld schwenken. „Ich mache das zwar häufiger in Kassel, aber vor so einer Kulisse - das ist natürlich etwas anderes.“

Hinter den Tribünen schieben sich die Massen durch die Gänge. „Das ist ja wie auf dem Viehtrieb“, mosert ein Fan. Bier, Bratwurst, Brezeln - vor den Buden stehen die Menschen Schlange. An einem Stand gehen Final-Four-Shirts weg wie warme Semmeln. „Wahnsinn, was hier los ist“, stöhnt Miriam Wilke, die zum vierten Mal beim Endrundenturnier um den DHB-Pokal dabei ist und die Merchandising-Ware an den Fan bringt. Es mache aber irre Spaß. „Handballfans sind supernett.“

Ein Bierpilz und ein Brezelstand weiter lassen sich zwei Flensburg-Fans von dem Gewusel nicht aus der Ruhe bringen. Ihr Team ist ja gerade ins Finale eingezogen. „Ich bin schon zum achten Mal hier. Immer wieder ein Erlebnis“, sagt Andreas Rieper aus Handewitt. Sein Kumpel Holger Buch zum vierten Mal. Dass die Lokalmatadoren in diesem Jahr fehlen, würde gar nicht auffallen, meinen die beiden. Der Seitenhieb gegen die Hamburger sitzt.

Die drei Finalniederlagen in Folge ihrer Mannschaft in den vergangenen drei Jahren haben sie noch vor Augen. „Das nervt“, sagt Rieper - zumal es jedes Mal gegen den Erzrivalen aus Kiel ging. Aber nun werde alles besser. Der THW sei nicht dabei. „Hier in Hamburg verlieren wir nur gegen Kiel“, sagt Buch. Tja, die Flensburger müssen sich weiter gedulden. Aber vielleicht wird’s ja was im nächsten Jahr beim Final Four.

Von Robin Lipke

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