Zweiten Tabellenplatz verteidigt

MT feiert 37:24-Schützenfest gegen Lemgo - Der Schnellcheck

Kassel. Der Trainer sprach vom „womöglich besten Saisonspiel“. Fans und Spieler jubelten – zu Recht: Denn die Bundesliga-Handballer der MT Melsungen haben am Sonntag ein 37:24 (17:11)-Schützenfest gegen den TBV Lemgo gefeiert. Dank dieses Erfolgs haben die Nordhessen den zweiten Tabellenplatz gefestigt. Unser Schnellcheck:

Wie war das Spiel in der Kasseler Rothenbach-Halle?

Einseitig. Was natürlich Fans und Spielern der MT Melsungen reichlich egal war. Die Mannschaft von Trainer Michael Roth demonstrierte Stärke und wurde ihrer Favoritenrolle mehr als gerecht. Der Sieg war zu keinem Zeitpunkt gefährdet. Als Rechtsaußen Johannes Sellin in der neunten Minute das 5:2 für die MT erzielte und den Vorsprung erstmals auf drei Tore schraubte, nahmen die Melsunger langsam Fahrt auf. Sie bauten die Führung kontinuierlich aus – Kapitän Michael Müller erhöhte mit seinem Treffer zum 12:6 auf sechs Tore (20. Minute). Es lief für die MT. Die 5:1-Deckung stand, und vorn „haben wir endlich die freien Bälle reingemacht. Das war zuletzt nicht so“, sagte Sellin. Auf der 17:11-Pausenführung ruhten sich die Melsunger jedenfalls nicht aus. Im Gegenteil. Der MT-Zug war nicht mehr zu stoppen. Es klappte fast alles. Zum Beispiel traf Rechtsaußen Christian Hildebrand Sekunden nach der Hereinnahme mit seinem ersten Ballkontakt zum 26:16 (45.). Spätestens ab diesem Moment sei nichts mehr zu holen gewesen, sagte Lemgos Trainer Florian Kehrmann. In der Tat. Denn die Hausherren waren längst in einen Rausch geraten und machten aus diesem Handball-Nachmittag ein Schützenfest.

Geht dieser Erfolg der Melsunger denn in Ordnung?

Da gibt es keine zwei Meinungen: absolut. Selbst Kehrmann musste einsehen, „dass wir auch in dieser Höhe verdient verloren haben“. ? Gab es einen Aufreger während der 60 Minuten? !Die Zwillinge Andreas und Marcus Pritschow gelten nicht umsonst als Deutschlands bestes Schiedsrichter-Gespann. Das Duo hatte die Partie komplett im Griff. Aus Melsunger Sicht gab es ja ohnehin nichts zu meckern.

Wer war der Mann des Nachmittags?

Da müssen wir nicht lange überlegen: Johannes Sellin. Allein in der ersten Halbzeit steuerte der Rechtsaußen acht Treffer zum Melsunger Siegeszug bei. Ob von außen, nach Tempogegenstößen oder vom Siebenmeterpunkt – der 24-Jährige traf aus allen Lagen. Selbst aus aussichtslosen Situationen, wie vor dem 10:6 in der 18. Minute, schaffte es Sellin, den Ball im gegnerischen Kasten unterzubringen. Nach einer Dreiviertelstunde durfte er auf der Bank verschnaufen - hat er sich verdient. Sellin sagte: „Heute kann ich über meine Leistung nicht meckern.“

Gab es noch etwas, das erwähnt werden müsste?

Ja, unbedingt. Auf MT-Seite kamen nicht nur alle Akteure zum Einsatz. Jeder Feldspieler trug sich überdies in die Torschützenliste ein. Das kommt nicht alle Tage vor.

Wie war die Stimmung in der Rothenbach-Halle?

Sehr ordentlich. 3527 Zuschauer machten von der ersten Minute an Alarm. Bei solch einem Spiel geht das Anfeuern leicht von der Hand.

Und noch eine Frage zum Abschluss: Wo steckte eigentlich Nenad Vuckovic?

Nach elf Minuten knallte der Serbe mit Lemgos Patrick Zieker zusammen. Beide mussten behandelt werden –Vuckovic sogar in der Kabine. Er hatte eine Risswunde am Kinn, die genäht werden musste. Kurz vor Ende des ersten Durchgangs saß der 35-Jährige aber wieder auf der MT-Bank. Alles okay also.

MT feiert 37:24-Schützenfest gegen Lemgo

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