Melsunger Handballer finden erst spät in die Spur

Sparkassencup: MT gewinnt zweites Turnierspiel – 30:24 gegen Ägypter

Nicht zu halten: Melsungens Kreisläufer Felix Danner setzt sich hier gegen den ägyptischen Verteidiger Ibrahim Elnasry durch. Foto: Hahn

Gensungen. Die MT Melsungen nimmt Kurs auf das Halbfinale im Sparkassencup. Beim 30:24 (11:15) gegen die ägyptische Nationalmannschaft feierte der heimische Handball-Bundesligist am Donnerstagabend in seiner zweiten Partie den zweiten Sieg.

Am Freitag trifft  die MT damit mit weißer Weste im dritten und entscheidenden Gruppenspiel auf den Klassenkameraden TBV Lemgo (20 Uhr, Kreissporthalle Gensungen).

Wenn ein Trainer nach 16 Minuten bereits zwei Auszeiten genommen hat, liegt bei seiner Mannschaft einiges im Argen. Das hatte MT-Trainer Roth früh erkannt, konnte es aber (zunächst) nicht abstellen. Bei seiner ersten Intervention brachte er Felix Danner für Marino Maric, was aber an der Abschlussschwäche seiner Schützlinge nichts änderte. Vielmehr erhöhten Wissam Navar und Mostafa Tamer nach 15 Minuten auf 8:4 für die quirligen Ägypter. Grund genug für Michael Roth erneut einzugreifen: Nach einer Standpauke tauschte er den gesamten Rückraum (die Müllers und Vuckovic für Rnic, Schneider und Schröder) aus.

Ohne dass seine umformierte Mannschaft ihre Unkonzentriertheit ablegte. Im Gegenteil. Die Afrikaner traten immer frecher auf und bauten ihren Vorsprung nach 26 Minuten in Überzahl durch Mostafa Khalil und Hossan Khedr auf 14:7 (26.) aus. Bahnte sich da eine Sensation an?

Eine Aussicht, gegen den der Favorit dann doch noch etwas einzuwenden hatten. Respektive Felix Danner, Momir Rnic und Jeffrey Boomhouwer, die zur Pause immerhin noch auf 11:15 verkürzten. Der Beginn einer verzögerten Aufholjagd. Bis zum 18:14 konnten die Ragab-Schützlinge ihre Führung verteidigen, dann sorgte ein Melsunger Zwischenspurt durch Boomhouwer (2), Christian Hildebrand und Philipp Müller für den Ausgleich.

Stabile Deckung

Ausgangspunkt war eine erhebliche Stabilisierung der eigenen 6:0-Deckung, die sich mehr und mehr als unüberwindbare Gummiwand für den fünfmaligen Afrika-Meister entpuppte. Auch der eingewechselte Maurice Paske, der für den immer noch angeschlagenen Johan Sjöstrand einsprang, wusste mit einigen Paraden zu gefallen. Und vorn hatte insbesondere Linksaußen Boomhouwer seine Ladehemmung abgelegt. Das fünfte Tor des Holländers bescherte seiner Mannschaft eine 21:19-Führung (43.), sein sechstes eine Erhöhung auf 23:20 (47.). Die Wende, aber nicht unbedingt eine Entschädigung. Auch wenn am Ende der Sieg doch noch halbwegs standesgemäß ausfiel.

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