Erste Niederlage nach sechs Spielen

29:35 - MT Melsungen in Flensburg ohne Chance

In dieser Szene setzt er sich durch: Der Melsunger Felix Danner (in Weiß) beim Wurf.

Flensburg. Sie hatten mit einer Überraschung geliebäugelt. Doch daraus wurde nichts. Die Bundesliga-Handballer der MT Melsungen haben am Mittwochabend bei der SG Flensburg-Handewitt mit 29:35 (10:17) verloren. Für die Mannschaft ist es die erste Niederlage nach zuletzt sechs Siegen in Serie.

Allerdings trat die MT im hohen Norden nicht in Bestbesetzung an. Sie musste auf gleich zwei ihrer Leistungsträger verzichten. Die Verletzungen von Savas Karipidis und des zuletzt so starken Alexandros Vasilakis hatten Roth zu Umstellungen gezwungen. Und so begann Malte Schröder im rechten Rückraum, Kapitän Nenad Vuckovic zunächst im linken. Doch die Melsunger fanden nicht richtig in die Partie, die Fehler im Spielaufbau häuften sich.

Ganz anders agierten da die Hausherren, die sich erst am Sonntag vorzeitig für das Achtelfinale der Champions League qualifziert hatten. Sie zogen nach dem zwischenzeitlichen 1:1 durch Malte Schröder schnell auf 6:2 davon (11.). Roth reagierte, nahm die erste Auszeit.

Doch die Ansprache zeigte ihre Wirkung nicht. Acht Minuten später folgte Auszeit Nummer zwei – beim Stand von 4:12. (19.). Roth hatte da bereits Per Sandström für Mikael Appelgren ins Tor beordert und rotierte nun auch auf dem Feld munter durch.

Vuckovic rückte nach rechts, Stenbäcken kam auf links für Schröder, am Kreis ersetzte Anton Mansson Felix Danner, kurz vor dem Halbzeitpfiff wechselte kurzzeitig Savas Karipidis auf halbrechts. Doch die Umstellungen halfen nur wenig. Die Flensburger spielten einfach konsequenter, effektiver und hatten außerdem in Torhüter Mattias Andersson einen bärenstarken Rückhalt. Mit sieben Toren Rückstand ging’s für die MT in die Pause – die Vorentscheidung.

Zehn Tore Rückstand

Denn auch nach dem Seitenwechsel änderte sich nur wenig. Melsungen fand kein Mittel gegen die starken Hausherren und geriet zwischenzeitlich sogar mit zehn Toren in Rückstand. Doch der Gegentreffer zum 23:33 durch Florian von Gruchalla (56.) schien noch einmal eine Art Weckruf zu sein. Vier Tore in Folge durch Fahlgren, zweimal Vuckovic und Michael Allendorf brachten die MT noch einmal auf 27:33 heran.

Allerdings hatten die Flensburger in der Schlussphase auch ihre zweite Garde aufs Parkett geschickt. Und auch wenn es nicht mehr als nur noch Ergebniskosmetik war: Die Melsunger ersparten sich so eine zweistellige Niederlage und bleiben weiterhin Tabellensiebter.

Flensburg-Handewitt: Glandorf 8, Gustafsson 5, Mogensen 5, Eggert 4/3, Svan Hansen 4, Heinl 3, Weinhold 3, von Gruchalla 2, Knudsen 1

MT Melsungen: Stenbäcken 7, Allendorf 6, Vuckovic 4, Danner 2, Fahlgren 2, Karipidis 2/2, Månsson 2, Schröder 2, Hildebrand 1, Kubes 1

Zuschauer: 5038;

Strafminuten: 2 / 2

Von Jan Kirschner

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