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Fragen und Antworten zum Restrundenstart in der Handball-Bundesliga

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Von: Björn Mahr

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Von Leipzig zu den Löwen nach Mannheim gewechselt: Torwart Joel Birlehm.
Von Leipzig zu den Löwen nach Mannheim gewechselt: Torwart Joel Birlehm. © Imago Images/FOTO2PRESS

Es geht wieder los in der Handball-Bundesliga. Mit einer Englischen Woche beginnt der zweite Teil der Runde. Fragen und Antworten.

Kassel – Es geht wieder los in der Handball-Bundesliga. Mit einer Englischen Woche beginnt der zweite Teil der Runde. Fragen und Antworten.

Wie wirkt sich die Pandemie aktuell auf den Spielbetrieb aus?

Zwar mussten coronabedingt jetzt die Spiele zwischen dem HC Erlangen und der MT Melsungen sowie zwischen der TSV Hannover-Burgdorf und dem HSV Hamburg verlegt werden. Immerhin sieben Partien bilden aber trotzdem noch den Auftakt zur Restrunde. „Ich rechne nicht mehr mit großflächigen Spielausfällen“, sagt MT-Manager Axel Geerken. „Soweit ich weiß, ist die Impfquote bei den Teams in der Liga hoch, viele Spieler sind sogar geboostert.“ Dass eine ganze Mannschaft in Quarantäne muss, ist aktuell nicht mehr zu erwarten.

MT-Manager: Axel Geerken.
MT-Manager: Axel Geerken. © Andreas Fischer

Wie viel Spannung steckt im ersten Spieltag nach der EM-Pause?

Zumindest zwei Begegnungen versprechen besondere Brisanz. Titelaspirant SG Flensburg-Handewitt gastiert am Donnerstag ab 19.05 Uhr (Sky) bei der überraschend starken HSG Wetzlar. Parallel stehen sich der Viertplatzierte Füchse Berlin und die Rhein-Neckar Löwen gegenüber.

Welche Aufgaben warten zu Beginn der Englischen Woche auf das Führungsduo?

Fangen wir mit etwas Kuriosem an: Spitzenreiter SC Magdeburg erwartet GWD Minden – erst am Sonntag trafen die beiden Klubs im Pokal-Viertelfinale aufeinander. Alles andere als ein neuerlicher Kantersieg des Gastgebers wäre eine Überraschung. SCM-Verfolger THW Kiel muss nach Stuttgart.

Gab es spektakuläre Wechsel während der Pause?

Ein Transfer sticht hervor: Der deutsche Nationaltorwart Joel Birlehm verabschiedete sich im Januar aus Leipzig nach Mannheim. Bei den Rhein-Neckar Löwen ersetzt er den Schweden Andreas Palicka (nach Göteborg). Für Birlehm nahmen die Sachsen den ägyptischen Nationalkeeper Mohamed El-Tayar (25) unter Vertrag. „Er ist ein sehr guter Torwart. Er hat eine große Zukunft vor sich“, sagt Melsungens Coach Roberto Garcia Parrondo über den Schlussmann, den er durch seinen Job als Ägyptens Cheftrainer bestens kennt. Der HC Erlangen holte noch den früheren Kieler Kim SonneHansen aus Ribe-Esbjerg/Dänemark. Die Dienste eines japanischen Nationalspielers sicherte sich der TuS N-Lübbecke: Rennosuke Tonada kommt von Jaskolka Tarnow/Polen.

Nun Trainer in Erlangen: Raul Alonso.
Nun Trainer in Erlangen: Raul Alonso. © Imago Images/Zink

Hat sich in der Liga auch auf einigen Trainerpositionen etwas getan?

Ja, bei den Löwen und beim HC Erlangen. Die Mannheimer, am Sonntagabend im Pokal knapp an Kiel gescheitert, verpflichteten den Schweden Ljubomir Vranjes. Er wird das Team bis zum Ende der Serie als Nachfolger von Klaus Gärtner betreuen, der die Mannschaft ohnehin nur bis zum Amtsantritt von Sebastian Hinze (zurzeit noch beim Liga-Konkurrenten Bergischer HC) übernommen hatte. In Erlangen wurde überraschend die Zusammenarbeit mit Michael Haaß, einem Weltmeister von 2007, beendet. An seiner Stelle ist nun dauerhaft Raul Alonso tätig. Der 43 Jahre alte Spanier war bereits seit Serienbeginn Sportlicher Leiter bei den Franken.

Wie sieht es mit Geisterspielen aus?

Gehören nach derzeitigem Stand der Vergangenheit an. Alle Klubs dürfen zumindest vor einer begrenzten Anzahl von Zuschauern spielen. Die MT, die am Samstag ab 18.30 Uhr in der Kasseler Rothenbach-Halle den HBW Balingen-Weilstetten empfängt, kann bei einem Fassungsvermögen von mehr als 4000 Plätzen mit bis zu 1465 Besuchern planen. „Die 30-Prozent-Regel ist ein Schritt in die richtige Richtung. Ich gehe davon aus, dass sich die Zuschauersituation noch weiter verbessern wird“, erklärt Melsungens Manager Geerken. Er hofft, dass er bald sämliche Dauerkarten- und Vip-Ticketinhaber hineinlassen darf. Zurzeit ist das noch nicht möglich. (Björn Mahr)

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