MT-Nachwuchs-Talent Pregler im Interview: „Man muss es einfach wollen“

Talent Max Pregler über die Nachwuchsarbeit bei der MT Melsungen

Er ist das Vorzeige-Talent der MT Melsungen: Max Pregler. Der Rückraumspieler ist im Sommer von der HSG Baunatal zur MT Melsungen zurückgekehrt. Der 18-Jährige macht gerade sein Fachabitur, im Sommer will er eine Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann beginnen.

Derzeit trainiert er viermal pro Woche mit den Bundesliga-Handballern der MT Melsungen, dazu kommen nochmals zwei Einheiten mit der A-Jugend und der zweiten Mannschaft der MT, die in der Bezirksoberliga (6. Spielklasse) spielt. Sein Ziel: Handball-Profi.

Herr Pregler, wie beurteilen Sie das neue Jugendkonzept?

Max Pregler: Es ist gut, dass die MT die Jugendarbeit jetzt neu organisiert hat. Und ich persönlich bin froh, dass ich es noch mitbekomme. Denn ich kann ja nicht mehr lange im Junioren-Bereich spielen. Trainer Kalli Wolf arbeitet sehr gut mit uns. Er und das neue System bringen frischen Wind in die Handball-Welt. Es macht viel Spaß, mit talentierten Jungs zu spielen, die aus der Region kommen.

Schließt die MT damit eine Lücke?

Pregler: Ja, auf jeden Fall. Ein solches Konzept hat hier in der Region bislang gefehlt. In Nordhessen kann man viel aufbauen. Es ist gut, den Jugendlichen neue Chancen zu eröffnen und sie gezielt zu fördern.

Inwieweit haben Sie von der gezielten Talentförderung, auch bei der HSG Baunatal, profitiert?

Pregler: In Baunatal habe ich schon viel gelernt. In Melsungen kann ich nun mit der Bundesliga-Mannschaft trainieren. Das fördert und fordert mich richtig. Ich bin super aufgenommen worden. Das Trainer- und Betreuer-Team ist klasse. Ich lerne durch die anderen Spieler viel und weiß, was mir noch fehlt.

Was zum Beispiel?

Pregler: Ich muss mich läuferisch und konditionell verbessern. Die Härte im Spiel bei den Profis ist natürlich auch eine ganz andere. Man muss mehr einstecken. Mit einer 0815-Einstellung ins Training zu gehen, bringt mir nichts. Das Wichtigste ist aber: Man muss es einfach wollen.

Wohin sollte aus Ihrer Erfahrung die Reise gehen bei der Jugendarbeit?

Pregler: Die eigenen Talente müssen wirklich gezielt gefördert werden. Der Schritt nach der Jugend in Senioren-Teams darf aber nicht zu groß werden. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass es viele gute Jungs hier gibt, die auch in anderen Vereinen spielen. Um gute Spieler zu formen und zu finden, reicht es nicht, sich nur auf eine Stadt zu konzentrieren. (mis)

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