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Fünf Fakten zu den WM-Tests der deutschen Handballer gegen Island

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Von: Björn Mahr

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Vor zwei besonderen Testspielen: Bundestrainer Alfred Gislason.
Vor zwei besonderen Testspielen: Bundestrainer Alfred Gislason. © Uwe Anspach/dpa

Fünf Fakten vor den WM-Tests der deutschen Handball-Nationalmannschaft gegen Island: Es geht dabei um Bundestrainer Alfred Gislason, um Kapitän Johannes Golla und um den verletzten Timo Kastening.

Kassel/Hannover – Sind die deutschen Handballer gut gewappnet für die Weltmeisterschaft? Ist das Team bereit für das WM-Auftaktspiel am kommenden Freitag ab 18 Uhr (ZDF) im polnischen Kattowitz gegen Katar? Antworten auf diese Fragen wird es an diesem Wochenende geben, wenn die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) heute in Bremen (16.15 Uhr, ZDF) und morgen in Hannover (15.30 Uhr, zdf.de) ihre einzigen WM-Tests gegen Island absolviert.

Fünf Fakten zu den Testspielen:

1. Die Duelle gegen Island sind gute Möglichkeiten, um mit Rückenwind nach Polen aufzubrechen. Pandemiebedingt liefen die deutschen Handballer zuletzt selten in vollen Hallen auf. Nur beim Test im vergangenen März in Gummersbach meldete Veranstalter DHB eine ausverkaufte Arena. Nun gibt es aber weder für den Auftritt in Bremen noch für den in Hannover noch Karten. 8872 beziehungsweise 10 043 Fans bilden die passende Kulisse für diese Partien. Mit so viel moralischer Unterstützung lässt es sich etwas leichter am Donnerstag in die Maschine Richtung Polen steigen. Da der Weltverband IHF allerdings die Corona-Regeln für die WM etwas verschärft hat und sich alle Spieler vor dem Turnier noch einem Test unterziehen müssen, sollen die Zuschauer der Mannschaft schon zum jetzigen Zeitpunkt nicht mehr ganz so nah wie erhofft kommen.

2. Für Alfred Gislason sind es zwei besondere Testspiele. Erstmals in seiner langen Trainer-Karriere trifft der Isländer auf seine Landsleute. „Ich bin sehr gespannt, wie es sich anfühlt. Ich kenne die Spieler bestens“, sagte der 63-Jährige vor Weihnachten. Zudem pflegt er einen guten Kontakt zu Gudmundur Gudmundsson, dem Chefcoach der Gäste. Gislason und Gudmundsson waren während ihrer aktiven Zeit Zimmerkollegen im Nationalteam, später war Gudmundsson Gislasons Assistenztrainer in Islands Auswahl.

Timo Kastening Verletzter Nationalspieler
Timo Kastening, verletzter Nationalspieler © Fischer, Andreas

3. Die deutsche Mannschaft kann ihre gute Bilanz ausbauen. Island ist ein Lieblingsgegner der DHB-Auswahl. Von 81 Duellen entschied sie 49 zu ihren Gunsten. Die ersten beiden Erfolge gab es 1966 in Reykjavik. Das bislang letzte Kräftemessen gab es in der Vorbereitung auf die EM 2020: Mit 33:25 setzten sich die Deutschen in Mannheim durch. 26 Mal behaupteten sich die Nordeuropäer, acht Vergleiche endeten unentschieden.

4. Der deutsche Kapitän feiert ein kleines Jubiläum. 48 Länderspiele bestritt Kreisläufer Johannes Golla von der SG Flensburg-Handewitt bislang für das DHB-Team. In Hannover wird der frühere Melsunger somit zum 50. Mal mit dem Adlertrikot auflaufen. Die erfahrensten Akteure im deutschen Kader sind allerdings Patrick Groetzki (bislang 156 Spiele, Rhein-Neckar Löwen), Kai Häfner (120, Melsungen), Andreas Wolff (126, Kielce) und Paul Drux (116, Berlin).

5. Ein langzeitverletzter Nationalspieler hat einen besonderen Auftritt in Hannover. Wann Timo Kastening vom Bundesligisten MT Melsungen nach überstandenem Kreuzbandriss wieder voll trainieren kann, wird sich demnächst entscheiden. Am Sonntag wird der Rechtsaußen in anderer Funktion in der ZAG-Arena benötigt. Kastening ist Botschafter für die Junioren-WM im Spät-Frühling. Und in der Pause des um 13 Uhr startenden Vorspiels zwischen der deutschen U21 und den Franzosen wird er ein Interview auf dem Spielfeld geben. Natürlich freut er sich auch auf den letzten Auftritt der A-Mannschaft vor der WM. Foto: Andreas Fischer

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