Beste Aussichten für Europa

Fünf Gründe, warum die MT gestärkt in die letzten acht Spiele geht

Zwei Melsunger Hoffnungsträger für den Endspurt der Handball-Bundesliga: der bereits wiedergenesene Linksaußen Michael Allendorf (l.) und Torwart Johan Sjöstrand (unten), der spätestens ab Anfang April in die Mannschaft zurück kehren will. Foto: Arnold/Schatzschneider

Kassel. Endspurt in der Handball-Bundesliga: Nach der Zwangspause über Ostern geht das Oberhaus in seine entscheidende Phase.

Während das Spitzentrio den Meister unter sich ausmacht, streitet ein Quartett um die zwei Plätze im EHF-Pokal. Mittendrin und als aktueller Tabellenvierter aussichtsreich dabei ist die MT Melsungen, die am Sonntag (15 Uhr Rothenbach-Halle) auf HBW Balingen-Weilstetten trifft. Wir liefern fünf Gründe, warum der heimische Bundesligist nach 2014 zum zweiten Mal - und zwar mit der besten Platzierung seit dem Aufstieg 2005 - auf Europas Bühne steigen wird.

1. Die Zwangspause: Ein kompletter Monat liegt zwischen dem letzten Serienspiel (28:28 gegen Magdeburg) und dem kommenden gegen HBW Balingen-Weilstetten (So. 15 Uhr). Eine spielfreie Zeit, für die Konservierung der EM-Euphorie alles andere als förderlich, die der MT aber gar nicht so unrecht kam. Verschleißerscheinungen, besonders im Positionsangriff, waren zumindest in den letzten beiden Spielen unübersehbar. Und sollten nun vom hervorragend aufeinander abgestimmten Trainerteam um Michael Roth rechtzeitig vor den Wochen der Wahrheit behoben sein. Dafür sprechen auch die guten Erfahrungen vorangegangener Regenerations- und Aufbauphasen. „Aus solchen Pausen im Laufe der Saison sind wir eigentlich immer gestärkt heraus gekommen“, erklärt der Melsunger Coach.

2. Die Rückkehrer: Die Zwangspause war für den Heilungsprozess der drei Verletzten Gold wert. Malte Schröder ist bereits wieder voll im Training, Michael Allendorf hat letzte Woche grünes Licht bekommen und mit dem Einsatz von Johan Sjöstrand rechnet Trainer Roth spätestens Anfang April - drei Trümpfe mehr für die Wochen der Entscheidung, so dass ein langer Atem seiner Mannschaft garantiert ist.

3. Der Vorsprung: Vier Punkte Vorsprung auf die weiteren Anwärter für den Europapokal sind acht Spieltage vor Schluss zwar keine Lebensversicherung, aber ein durchaus beruhigendes Polster. Der große Vorteil: Die Melsunger haben es selbst in der Hand, die Qualifikation für Europa zu schaffen, müssen nicht rechnen, schon gar nicht, wenn sie weiter punkten. Und genau das haben sie schon am Sonntag vor, um sich diese glänzende Voraussetzung zu bewahren.

4. Das Restprogramm: Noch fünf Heim- und drei Auswärtsspiele warten auf die Roth-Schützlinge. Das klingt nach einem leichten Restprogramm, ist es aber nicht. Denn: Mit Flensburg/Handewitt und THW Kiel gastieren noch zwei Titelanwärter in der Rothenbach-Halle. „Einen davon wollen wir schon schlagen“, erklärt Nationalspieler Michael Müller, was seinem Team, das Tabellenführer Rhein-Neckar Löwen die erste Saisonniederlage beibrachte, durchaus zuzutrauen ist. Andererseits spricht bei der bisher unter Beweis gestellten Auswärtsstärke viel dafür, dass auch in Göppingen, Leipzig und beim Bergischen HC einiges zu holen ist.

5. Das Selbstbewusstsein: Die 40-Punkte-Grenze - es wäre in zehn Jahren 1. Liga die Saisonbestmarke der Melsunger - scheint nur noch Formsache. Zum einen fehlen dazu nur fünf Zähler, zum andern ist die MT noch nie so konstant und mit solch‘ breiter Brust aufgetreten wie in der laufenden Spielzeit. „Wir müssen einfach nur weiter unser Ding machen“, lautet daher das (weitere) Erfolgsrezept von Torwart Rene Villadsen. Der Däne gibt vielleicht das beste Beispiel mentaler Stärke ab. War sein Startdebüt für den verletzten und bis dahin überragenden Johan Sjöstrand bei den heimstarken Rhein-Neckar Löwen noch ausbaufähig, präsentierte er sich im nächsten Spiel gegen Magdeburg schon als sicherer Rückhalt. Also einer, auf den sein Coach im Endspurt auch bauen kann.

Das Restprogramm

MT Melsungen

17.4. HBW Balingen-Weilst.

H

20.4. FA Göppingen

A

7.5. Tus N-Lübbecke

H

11.5. SG Flensburg-H.

H

15.5. TVB Stuttgart

A

22.5. THW Kiel

H

28.5. Bergischer HC

A

5.6. ThSV Eisenach

H

Füchse Berlin

17.4. HSG Wetzlar

H

22.4. SC Leipzig

A

8.5. Rhein-Neckar-Löwen

H

11.5. TSV Hannover-Burgdorf

A

18.5. SC Magdeburg

H

21.5. Tus N-Lübbecke

A

29.5. FA Göppingen

H

5.6. HBW Balingen-Weilst.

A

HSG Wetzlar

17.4. Füchse Berlin

A

23.4. VfL Gummersbach

H

8.5. THW Kiel

A

11.5. TBV Lemgo

H

14.5. Bergischer HC

A

22.5. Rhein-Neckar-Löwen

H

5.6. SC Leipzig

H

FA Göppingen

16.4. THW Kiel

A

20.4. MT Melsungen

H

7.5. SG Flensburg-H.

A

11.5. TVB Stuttgart

H

14.5. ThSV Eisenach

A

21.5. VfL Gummersbach

H

29.5. Füchse Berlin

A

5.6. TBV Lemgo

H

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