Nordhessen haben weiße Weste

MT Melsungen besiegt den Bergischen HC mit zwei Toren Vorsprung

Treffen heute wieder aufeinander: Melsungens Timm Schneider (links) und Moritz Preuss vom Bergischen HC. Archivfoto: Fischer

Kassel. Der bergische HC ist am Mittwochabend gegen die MT Melsungen angetreten. Der HC kassierte mit 26:28 eine Niederlage als Gastgeber.

Die MT hat seinen Gegner also mit zwei Toren Vorsprung besiegt.

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„Wir werden Vollgas geben. Das kann ich versprechen“, erklärte MT-Manager Axel Geerken mit Blick auf die Aussage Kehrmanns. Dies tat Geerken aber nicht, weil er besondere Sympathien für den TBV hegt oder die Bergischen Löwen nicht leiden kann, sondern weil die Melsunger Mannschaft ihren Lauf fortsetzen möchte.

Fünf Gründe, warum die MT ihre Serie ausbauen wird

1. Die Historie: Wissen Sie, was der Rekordmeister THW Kiel und die MT gemein haben? Sie haben alle bisherigen Bundesliga-Duelle gegen die Bergischen Löwen für sich entschieden. So behaupteten sich die Norddeutschen 14 Mal gegen den Klub, der aus dem LTV Wuppertal und der SG Solingen entstand. Melsungen feierte neun Siege in neun Vergleichen mit den Westdeutschen. Allerdings: Dreimal war die MT nur ein Tor besser: 29:28, 29:28, 31:30. Der erste Auswärtserfolg war 2012 ein 27:25.

2. Der Melsunger Erfolgshunger: Aktuell stehen die Nordhessen bei 15:1 Punkten aus den vergangenen acht Partien. „Wir haben uns gefangen“, stellt Geerken fest, „das Team hat sich stabilisiert.“ Klares Ziel des Tabellensiebten: Siege gegen den BHC, den SC DHfK Leipzig (Pfingstsonntag, 15 Uhr, Kassel) und beim Titelfavoriten Rhein-Neckar Löwen (Samstag, 10 Juni, Mannheim).

3. Das System: Es lief in dieser Saison zeitweise ziemlich bescheiden aus MT-Sicht. Aber nun hat Trainer Michael Roth eine Angriffsformation gefunden, die durchschlagskräftig genug ist, um jeden Gegner in die Knie zu zwingen. Dabei bilden Regisseur Timm Schneider und die Müller-Zwillinge Philipp und Michael die Rückraumachse. Und wenn Philipp Müller eine Pause benötigt, rückt für ihn Patrik Fahlgren in die Aufbaureihe und wechselt sich mit Schneider in der Spielgestaltung ab. „Wir haben eine gute Spielform gefunden“, sagt der Coach.

4. Die personelle Lage: Während beim BHC Alexander Hermann (Schulterprobleme) sowie die langzeitverletzten Maciej Majdzinski, Max Hermann und Viktor Szilagyi fehlen, kann Roth mit der Besetzung antreten, die seit Wochen Punkt um Punkt holt. Der zuletzt geschonte Felix Danner wird in Wuppertal wieder Einsatzzeiten bekommen. Ahnliches gilt für den estnischen Halbrechten Dener Jaanimaa.

5. Der Torjäger: Obwohl er im Frühjahr einige Wochen ausgefallen war, mischt Melsungens Flügelflitzer Johannes Sellin immer noch in der Torschützenliste vorn mit. Nach seinen sieben Erfolgen gegen Lemgo rangiert er mit 185 Treffern an vierter Position – hinter dem Magdeburger Robert Weber (195), Wetzlars Philipp Weber (191) und Gudjon Valur Sigurdsson (187) von den Rhein-Neckar Löwen. Zum Vergleich: Der beste BHC-Schütze ist der isländische Rechtsaußen Arnor Gunnarsson mit 140 Toren.

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