Handball-Bundesligist bestreitet zum Punktspiel-Auftakt zwei Spiele innerhalb von 48 Stunden

Für die MT Melsungen geht’s in Balingen los

Abschluss aus dem Rückraum: Melsungens Stefan Salger (mit Ball, hier im Testspiel im August) trifft Anfang Oktober erneut auf die Lemgoer Bjarki Elisson (links) und Jonathan Carlsbogard. Im Hintergrund die MT-Kollegen Julius Kühn und Marino Maric.
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Abschluss aus dem Rückraum: Melsungens Stefan Salger (mit Ball, hier im Testspiel im August) trifft Anfang Oktober erneut auf die Lemgoer Bjarki Elisson (links) und Jonathan Carlsbogard. Im Hintergrund die MT-Kollegen Julius Kühn und Marino Maric.

Kassel – Der Spielplan ist raus – und das Auftaktprogramm des Handball-Bundesligisten MT Melsungen weckt Erinnerungen an eine der schwärzesten Stunden in der vergangenen Serie. Denn für die Nordhessen geht die neue Runde am 4. Oktober ab 16 Uhr mit einer Partie bei HBW Balingen-Weilstetten los.

Und bei den Galliern von der Alb kassierte die MT vor einem Jahr eine schmerzhafte 23:36-Pleite.

„Wir sind auf jeden Fall gewarnt“, sagt Melsungens Kapitän Finn Lemke. „Mir ist es aber ganz recht, dass wir schon zu Beginn dahin müssen.“ Klar, die Melsunger Mannschaft hat durch den Europapokal dann schon Wettkampfpraxis gesammelt.

„Der Name Balingen ist für uns nicht mehr negativ behaftet“, betont indes Rückraum-Hüne Stefan Salger. Im vergangenen Dezember hatten die Nordhessen das Rückspiel dann 36:23 gewonnen. „Was letztes Jahr war, zählt eigentlich nicht mehr“, fügt Salger hinzu, „die Niederlage in Balingen ist nur ein zusätzlicher Ansporn.“

Nur gut 48 Stunden später, am 6. Oktober, werden die Melsunger bereits erneut auf dem Feld stehen. Dann empfängt das Team von Trainer Gudmundur Gudmundsson ab 19 Uhr in der Kasseler Rothenbach-Halle den TBV Lemgo Lippe.

„Es war klar, dass es Spiele in kürzester Abfolge geben wird“, sagt Manager Axel Geerken. Sollten sich die Nordhessen jetzt noch für die Gruppenphase der neu geschaffenen European League qualifizieren, hätte die MT im Herbst teilweise drei Auftritte pro Woche. Das dritte Saisonspiel ist für Sonntag, 11. Oktober, terminiert – ein Gastspiel beim HC Erlangen.

Die MT hofft, dass schon beim ersten Heimspiel Publikum zugelassen ist. „Die Abstimmung mit der Stadt und ihrem Gesundheitsamt ist zum jetzigen Zeitpunkt schon sehr weit fortgeschritten. Von dort gab es angesichts unseres vorgelegten Konzeptes jeweils positive Signale, so dass ich ein gutes Gefühl habe“, sagt Geerken.

Die Handball-Bundesliga hat bislang die Paarungen der ersten acht Spieltage angesetzt. So steht fest, dass die MT danach zu Hause gegen GWD Minden (Samstag, 17. Oktober, 20.30 Uhr), bei der HSG Wetzlar (25. Oktober) und in Kassel gegen die HSG Nordhorn-Lingen (1. November) antreten muss.

Anschließend stehen die Topspiele in Flensburg (11. November) und gegen Magdeburg (14. November) an. Vielleicht noch ganz interessant zu wissen: Am 13. Spieltag muss Melsungen zum Titelverteidiger THW Kiel. Sämtliche Partien werden beim Bezahlsender Sky live zu sehen sein. Vor dem offiziellen Rundenstart am 1. Oktober stehen sich am 26. September Kiel und Vizemeister SG Flensburg-Handewitt zum Supercup in Düsseldorf gegenüber.

Die Saison läuft wegen des verspäteten Beginns und der Aufstockung auf 20 Klubs bis zum 27. Juni. Wegen der Weltmeisterschaft im Januar in Ägypten macht die Serie nach dem 27. Dezember eine mehrwöchige Pause, ehe der Spielbetrieb am 6./7. Februar wieder aufgenommen wird. Das Final Four im DHB-Pokal wird am Wochenende des 26./27. Februar in Hamburg nachgeholt. Dort bekommt es die MT im Halbfinale mit Hannover-Burgdorf zu tun.

Ansetzungen: 1. Spieltag: Donnerstag, 1. Oktober: Magdeburg - Bergischer HC, Hannover-Burgdorf - GWD Minden, SC DHfK Leipzig - Ludwigshafen, TBV Lemgo Lippe - HSC Coburg, Tusem Essen - FA Göppingen. Samstag, 3. Oktober: Nordhorn-Lingen - Füchse Berlin. Sonntag, 4. Oktober: THW Kiel - HC Erlangen, Rhein-Neckar Löwen - TVB Stuttgart, HSG Wetzlar - Flensburg-Handewitt, Balingen-Weilstetten - MT Melsungen. (Björn Mahr)

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