Melsunger Handballer zufrieden

MT nach dem 26:26 in Lemgo: "Für uns ein gewonnener Punkt"

+
Dener Jaanima nimmt Maß: Der Melsunger Linkshänder erzielte in Lemgo sieben Treffer. Hier setzt er sich entschlossen gegen Patrick Zieker (links) und Tim Suton (rechts) durch.

Lemgo. Die Melsunger Handballer sind nach ihrem 26:26 beim TBV Lemgo zufrieden. Die 60 Minuten in der Lipperlandhalle waren jedoch ein wahrer Krimi.

Der Sonntagmittag wird für die MT Melsungen immer mehr zur Krimi-Zeit. Zwei Wochen nach dem hauchdünnen 28:27-Erfolg beim TV Hüttenberg strapazierte der Handball-Bundesligist erneut arg die Nerven seiner Fans und kam zu einem glücklichen 26:26 (12:13)-Unentschieden beim heimstarken TBV Lemgo.

Wer sich nach Ablauf der 60 Minuten nicht ganz sicher war, wie die Teams das Remis bewerten würden, der brauchte nur auf das Feld der Lipperlandhalle zu schauen. Dort teilten sich die Spieler beider Klubs einträchtig die Bühne und dankten den 3071 Zuschauern für die große Unterstützung mit anhaltendem Beifall.

„Für uns ist dies auf jeden Fall ein gewonnener Punkt“, befand Dener Jaanimaa. Der Halbrechte der Melsunger strahlte gehörige Torgefahr aus und war mit sieben Treffern zweitbester MT-Schütze. Da neben den langzeitverletzten Philipp und Michael Müller auch Regisseur Timm Schneider wegen einer im Training erlittenen Bauchmuskelzerrung nicht zur Verfügung stand, war es ungemein wichtig, dass der Este Verantwortung übernahm.

So entspannt, wie die Akteure den Mittag auf dem Parkett ausklingen ließen, waren die vorangegangenen 60 Spielminuten nicht verlaufen. Trotz des ausgedünnten Rückraums begann die MT stark. Das 6:4 und 7:4 durch Tobias Reichmann beziehungsweise Julius Kühn resultierten aus schnellen Gegenstößen (11.). Nach dem 8:4 von Michael Allendorf, am Vortag 31 Jahre alt geworden, schien es, als sollte der Favorit früh für klare Verhältnisse sorgen. „Dann haben wir selbst den Gegner wieder ins Spiel gebracht“, bedauerte Michael Roth. Vor allem Kühn zog sich den Ärger des Trainers zu – wiederholt hatte der Torjäger zu früh abgeschlossen. Dafür hielt ihm Roth noch an der Ersatzbank eine Standpauke.

Lemgo bestraft Fehler

Die Fehler der Nordhessen nutzte der TBV gnadenlos aus, intensivierte sein Umschaltspiel und kämpfte sich in die Partie zurück. Nach dem 10:9 durch Tim Suton (22.) waren auch die Anhänger der Lemgoer erstmals deutlich zu hören. „Wir haben vorübergehend den Faden verloren“, räumte Reichmann ein. Es fehlte den Aktionen die nötige Klarheit. Wenn nicht Spielmacher Lasse Mikkelsen in dieser Phase ein ums andere Mal die Übersicht behalten hätte, wäre der Rückstand seiner Mannschaft zur Pause sogar noch höher gewesen.

Nach dem Wechsel trat zunächst keine Besserung ein. Zumal Lemgos Torwart Peter Johannesson einen stärkeren Eindruck hinterließ als seine Gegenüber Johan Sjöstrand sowie Nebojsa Simic, der im zweiten Abschnitt das Melsunger Tor hütete. „Ein Spiel mit viel Adrenalin-Ausstoß“, kommentierte Kreisläufer Marino Maric. Immerhin steigerte sich nun Kühn und fand in Linkshänder Jaanimaa seinen Unterstützer. Beide hatten großen Anteil, dass Lemgo nicht auf die Siegerstraße einbog.

Spannung am Ende

Als Isaias Guardiola, Christoph Theuerkauf sowie der mächtig aufdrehende Andrej Kogut für die Hausherren auf 23:20 stellten (52.), sah die MT kurzzeitig nur noch aus der Entfernung die TBV-Rücklichter. Doch Jaanimaa (2) und Rückkehrer Finn Lemke glichen zum 24:24 aus – Spannung pur. Das 26:26 von Jeffrey Boomhouwer blieb der letzte Treffer, weil in der Schlussminute Kühns Anspiel auf Maric misslang (60.) und die Lipper in den verbleibenden 40 Sekunden keinen gelungenen Abschluss mehr hinbekamen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.