Handball

Felix Danner von der MT nach Wetzlar: „Für mich ist es eine sehr gute Lösung“

Jetzt steht es fest: Kreisläufer und Awehrstratege Felix Danner wird im Sommer vom Handball-Bundesligisten MT Melsungen zur HSG Wetzlar wechseln.

Macht Krafttraining bald in Wetzlar: Felix Danner wechselt im Sommer zum hessischen Rivalen.

Melsungen/Wetzlar - Bereits im Dezember hatte diese Zeitung berichtet, dass der am 30. Juni auslaufende Vertrag des dienstältesten MT-Profis nicht verlängert wird. Seit 2009 stand der Kreisläufer im Kader der Nordhessen, deren Trikot der Abwehrspezialist bisher in 369 Punktspielen trug.

„Die MT war immer mein erster Ansprechpartner“, sagt Danner. Allerdings zeichnete sich nach HNA-Informationen früh ab, dass der Klub über diese Saison hinaus nicht mehr mit dem gebürtigen Freiburger plant. Als die Wetzlarer durch diesen Bericht erfuhren, dass der Kreisspieler frei werden würde, nahmen sie Kontakt zu Danner auf. „Für mich ist es eine sehr gute Lösung. Ich kann weiter bei einem sehr guten Verein Handball spielen“, erklärt der 35-Jährige, der mit seiner Frau und den beiden Kindern in Nordhessen heimisch geworden ist. Der 18-fache Nationalspieler erhält einen Einjahresvertrag bei der HSG.

„Mit der Verpflichtung sind wir dem Wunsch unseres künftigen Trainers Benjamin Matschke nachgekommen, mit drei Kreisläufern zu arbeiten“, erklärte HSG-Geschäftsführer Björn Seipp. Mit Patrick Gempp und dem zweiten Neuzugang Adam Nyfjäll aus Kristianstad (Schweden) habe die HSG dann zwei Liganeulinge am Kreis, „da wird uns Felix’ Erfahrung, Mentalität, physische Präsenz und Führungsqualität guttun. Von seinem sportlichen Potenzial und seiner Art, wie er mit Mitspielern umgeht, ist er ein absoluter Gewinn für jedes Team. Ich bin mir sicher, dass er vor allem unsere jungen Spieler unterstützen kann, sich in der Liga zu etablieren und weiter zu entwickeln.“

Wie wertvoll Danner immer noch sein kann, bewies der Routinier erneut am vergangenen Donnerstag, als er vier Tore zum 31:28-Sieg gegen Leipzig beisteuerte. „Dass man einen solch langjährigen und verdienten Spieler nicht so einfach ziehen lässt, auch wenn sein Profivertrag nicht verlängert wird, dürfte nachvollziehbar sein“, erklärte MT-Vorstand Axel Geerken. „Deshalb haben wir mit Felix verschiedene Szenarien durchgespielt, wie eine Tätigkeit bei der MT nach seiner aktiven Karriere aussehen könnte. Leider kann dies aktuell nicht so realisiert werden, wie sich das beide Seiten vorstellen. Aber: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Wir halten die Türen für Felix weiter offen. Wir wünschen ihm zunächst alles Gute in Wetzlar.”

„Das kann ich so bestätigen”, sagt Felix Danner, „wir haben ein sehr offenes Gespräch geführt, wofür ich auch sehr dankbar bin. Das gilt natürlich auch für meine Zeit bei der MT insgesamt. Und vielleicht gibt es ja tatsächlich ein Wiedersehen.”

Wechsel zwischen Melsungen und Wetzlar haben eine lange Tradition. 1997 kam bereits Dusko Bilanovic vom HSG-Vorgängerklub Dutenhofen/Münchholzhausen zu den Nordhessen. Später schlossen sich Wetzlarer Spieler wie Savas Karipidis und Michael Allendorf der MT an. Auch Trainer Michael Roth und sein Assistenzcoach Mile Malesevic waren einst von der Lahn an die Fulda gewechselt. Den umgekehrten Weg gingen beispielsweise Marcus Hock und Daniel Valo. (Björn Mahr)

Rubriklistenbild: © Andreas Fischer / Archiv

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