Melsunger hoffen auf mehr Stabilität in der Fremde

MT gastiert heute beim HC Erlangen: „Die Tabelle interessiert uns nicht“

Nimmt die kommende Aufgabe sehr ernst: MT-Linksaußen Michael Allendorf. Foto: Fischer

Kassel. Die jüngsten Siege über Wetzlar und die Rhein-Neckar Löwen haben den Bundesliga-Handballern der MT Melsungen gutgetan.

„Wir nehmen viel Selbstvertrauen in die nächste Aufgabe mit“, sagt MT-Linksaußen Michael Allendorf vor der Partie am heutigen Samstag ab 20.30 Uhr (Sky/Arena Nürnberger Versicherung) in Nürnberg beim HC Erlangen.

Als aktueller Fünftplatzierter liegen die Nordhessen in Lauerstellung auf die führenden Teams. „Es ist schön, wie es zurzeit läuft, aber die Tabelle interessiert uns gar nicht“, fügt Allendorf hinzu. Mit dem Klassement wollen sich er und seine Kollegen erst im nächsten Frühling ernsthaft beschäftigen, wenn der Kampf um die Europacup-Plätze in die heiße Phase geht. Damit die Mannschaft dann auch noch vorn mitmischt, muss sie kurz- und mittelfristige Ziele erreichen:

Ziel 1: Mehr Stabilität in den Auswärtsspielen zeigen. Saisonübergreifend steht die MT nun bei 38:10 Punkten. Seit dem 22. März gingen lediglich vier Partien verloren. Darunter sind drei Auswärtsniederlagen. In dieser Serie mussten sich die Melsunger dabei dem TVB Stuttgart und dem SC DHfK Leipzig geschlagen geben.

Finn Lemke

„Wir brauchen bei den Auftritten in fremden Hallen noch mehr Emotionen im Spiel“, erklärt Abwehrchef Finn Lemke. Vor heimischer Kulisse fällt es ihm und seinen Mitstreitern zurzeit noch leichter, die nötige Aggressivität in die Aktionen zu bekommen. Besonders gefordert sind laut dem Hünen die Mittelblocker. Neben ihm selbst können Felix Danner, Philipp Müller und Johannes Golla dort decken.

Ziel 2: Die Vorjahresniederlage gegen Erlangen vergessen machen. Im September 2016 traten die Nordhessen am zweiten Spieltag in Nürnberg an, erwischten einen schwarzen Tag und kassierten beim Aufsteiger eine 25:29-Schlappe. „Wir müssen mental voll da sein“, fordert Trainer Michael Roth, „wir dürfen in schwierigen Situationen nicht hektisch werden.“ Seinerzeit fuhr der Melsunger Tross allerdings mit einem Negativerlebnis im Kopf Richtung Franken: Eine Woche zuvor hatte es eine bittere 20:25-Pleite gegen Coburg gegeben. Nun dürften die MT-Profis durch den 29:26-Triumph über die Löwen allerdings regelrecht beflügelt sein.

Normalerweise reisen Roth und seine Mannen schon am Vortag zu einer Auswärtspartie an. Erst zum zweiten Mal in dieser Saison machen sich die Melsunger am selben Tag auf den Weg. Im Oktober beim 30:26-Sieg in Minden hat es der Spielvorbereitung nicht geschadet.

Ziel 3: Das Angriffsspiel verfeinern. Die MT-Offensivabteilung leistet sich immer mal wieder ein paar technische Fehler. „Wir müssen noch disziplinierter agieren“, betont Lemke. In den vergangenen Tagen arbeitete Roth mit seinem Team in sämtlichen Bereichen: Unter anderem ging es um das Tempospiel und das Spiel über den Kreis.

„Wir sind im Angriff schon jetzt schwerer ausrechenbar“, stellt der zuletzt starke Linksaußen Allendorf erfreut fest. Keine Frage: Der Tabellenfünfte aus der Fuldastadt hat zwei komplett unterschiedliche Aufbaureihen: entweder ein System mit Timm Schneider und den beiden Müllers oder die Formation mit Spielmacher Lasse Mikkelsen, Torjäger Julius Kühn und dem Halbrechten Dener Jaanimaa. Teilweise tauscht Michael Roth aber auch schon mal auf den Positionen. Kühn kann auch mit Schneider und Kapitän Michi Müller.

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