MT klarer Favorit

MT gegen Bergischen HC: Bei Sieg winkt Tag Sonderurlaub

Bewährungsprobe: Christian Hildebrand soll gegen den Bergischen HC ran. Hier lässt der Rechtsaußen (links) Christian Hoße (BHC) stehen, der diesmal verletzungsbedingt passen muss. Foto: Fischer

Melsungen. Was soll da passieren? Wenn der Tabellendritte auf den Drittletzten trifft. Wenn eine der auswärts stärksten die in fremden Hallen schwächste Mannschaft zu Gast hat.

Zwischenstände lesen Sie immer aktuell auf Kassel-Live.

Wenn ein Team, das auf einer Erfolgswelle schwimmt (5:1-Punkte aus den letzten drei Spielen) einen Rivalen empfängt, der zuletzt vier Niederlagen am Stück kassierte. Wenn die MT Melsungen mit dem achten Saisonsieg gegen den Bergischen HC (Sa. 19 Uhr Rothenbach-Halle) ihren Platz in der Spitzengruppe der Handball-Bundesliga untermauern will.

Ja, der Gastgeber könnte angesichts der allzu klaren Vorzeichen den Außenseiter unterschätzen. Dem will MT-Trainer Roth vorbeugen, stellt seinen Jungs im Falle des angepeilten Erfolges einen Tag Sonderurlaub in Aussicht und geht ansonsten davon aus, dass sich seine Mannschaft voll reinhängen wird, um den so ertragreichen Oktober zu vergolden: „Wir sind komplett. Wir sind fit und wir haben im Pokal gezeigt, dass wir voll da sind.“

Wie die Bergischen, die durch einen ungefährdeten 24:19-Erfolg beim Zweitligisten HSG Nordhorn ebenfalls ins Viertelfinale einzogen. Und dabei Selbstbewusstsein tankten. „Die Pokal-Euphorie wollen wir mit in die Liga nehmen“, sagt Trainer Sebastian Hinze. Der sieht spielerisch durchaus einen „positiven Trend“ bei seinen Mannen, allerdings ohne dabei bisher die nötigen Punkte einzufahren.

Unabhängig von der mageren Ausbeute von 4:16 Punkten weiß Michael Roth, dass der Aufsteiger von 2013 „unangenehm zu spielen ist“. Dank seiner bisweilen recht unorthodoxen offensiven Abwehr, dank eines wurfgewaltigen Rückraums mit den „Shootern“ Fabian Gutbrod und Maximilian Herrmann, dank eines torgefährlichen Spielmachers Viktor Szilagyi, der an guten Tagen (die aber schon ein paar Tage zurück liegen) eine Partie auch schon mal im Alleingang entscheiden kann.

Stärken, die der Melsunger Coach seinen Schützlingen per Videostudium nahe gebracht hat, so dass also eigentlich nichts schief gehen kann. Dann nämlich, wenn die Melsunger selbst ihr Tempospiel aufziehen, wenn – wie angedacht – die zweite Reihe um Jeffrey Boomhouwer, Christian Hildebrand und Jan Forstbauer die zuletzt arg geforderte Stammbelegschaft effektvoll entlasten kann.

Und wenn Axel Geerken Recht behält. „Das war uns eine Lehre“, sagt der MT-Geschäftsführer in Bezug auf die bisher einzige Heimniederlage gegen den VfL Gummersbach. Auch da war seine Mannschaft haushoher Favorit.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.