MT-Stratege sorgte im letzten Heimspiel für die Entscheidung – heute, 20.15 Uhr, soll der HSV dran glauben

MT gegen den HSV: Macht’s Müller noch einmal?

So war es im letzten Heimspiel der Melsunger im November: Philipp Müller narrt Löwen-Spieler Alexander Petersson und trifft aus der Distanz. Foto: Schacht

Kassel. Das Tor, das als letztes im November in der Kasseler Rothenbach-Halle erzielt wurde, war ein Treffer von Philipp Müller.

Der Rückraumstratege des Handball-Bundesligisten MT Melsungen markierte das viel umjubelte 25:23 im Topspiel gegen die Rhein-Neckar Löwen. Wie oft er sich diese Szene noch einmal auf Video angeschaut hat? „Einmal, versehentlich“, witzelt Müller, „in einem Zusammenschnitt.“ Klar, es war keine hundertprozentige Chance, der Ball hätte sein Ziel auch deutlich verfehlen können. „Zuletzt war es bei mir oft im Abschluss ein 50:50. Aber bei Schlagwürfen“, erklärt der Rechtshänder, „da fühle ich mich wohl.“ Das siegbringende 25:23 resultierte aus? Einem Schlagwurf. An diesen Erfolg wollen er und seine MT-Kollegen nun heute ab 20.15 Uhr auf dem Messegelände gegen den HSV Hamburg anknüpfen. Abgehakt ist die Niederlage beim Deutschen Meister THW Kiel, als die Abwehr nicht so aggressiv verteidigte wie in den Wochen zuvor. „Wir waren in diesem Duell lange nicht griffig und sind zunächst überhaupt nicht in die Zweikämpfe gekommen“, sagt Philipp Müller rückblickend, „zur Pause war ich fast ein bisschen ratlos“. Später lief es zwar besser, aber dafür mangelte es dann im Angriff an der nötigen Effektivität.

Wichtigste Vorgabe für den Auftritt gegen den HSV: versuchen, jeden Zweikampf zu gewinnen. „Es wäre schön, wenn wir die Deckungsarbeit auf das Level aus dem Löwen-Spiel heben könnten“, hofft der 31-jährige Zwilling von Kapitän Michael Mülller. Dazu müssen Philipp Müller und Felix Danner wieder für Stabilität sorgen.

Dabei kann es durchaus sein, dass Müller teilweise auch mal als Spielmacher operiert. Durch den Ausfall des leicht verletzten Nenad Vuckovic ist Timm Schneider besonders gefordert, und zur Entlastung wäre Müller eine echte Alternative – neben Rekonvaleszent Patrik Fahlgren, über dessen Comeback erst kurzfristig entschieden wird. „Für ein paar Angriffe kann ich diese Aufgabe immer übernehmen“, betont der Ex-Balinger Philipp Müller.

Möglich ist auch ein System mit zwei Kreisläufern: mit Danner und Marino Maric. Trainer Michael Roth vertraut jedoch zunächst auf die physische Stärke Schneiders. „Er kann über 60 Minuten gehen“, ist Roth überzeugt. Wenn, dann würde er den ehemaligen Lemgoer eher zeitweise von der Mitarbeit in der Defensive befreien.

Um wichtige Punkte

„Das ist für uns ein Spitzenspiel im Kampf um die Ränge vier und fünf“, unterstreicht Roth die Bedeutung, „diese Punkte zählen doppelt.“ Die Hamburger verbesserten sich durch den jüngsten Erfolg bei der HSG Wetzlar auf den sechsten Platz. Die Mittelhessen ihrerseits, zwischenzeitlich auf Rang vier, rutschten auf die siebte Position ab. „Das Beispiel Wetzlar zeigt, wie schnell es in die andere Richtung gehen kann“, erläutert Müller, „deswegen wollen wir mit einem Erfolg den Abstand auf diese Teams vergrößern.“ Vielleicht gibt es ja in der Schlussminute wieder ein Schlagwurf-Tor von Müller.

Lesen Sie dazu auch: 

HSV-Handballer wieder finanziell angeschlagen – Mittwoch bei der MT

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.