MT gegen Rhein-Neckar Löwen: Auf Villadsen kommt's an

Er weiß, was auf ihn zukommt: Im Hinspiel in der Kasseler Rothenbach-Halle tritt Melsungens Torwart René Villadsen (rechts) gegen Uwe Gensheimer, den Kapitän der Rhein-Neckar Löwen, beim Siebenmeter an. Foto:  Schachtschneider

Kassel. Handball-Bundesligist MT trifft am Donnerstag in Mannheim auf die Rhein-Neckar Löwen (20.15 Uhr) - ohne Stammtorwart Johan Sjöstrand. Somit kommt es auf René Villadsen an.

Der nächste Knaller für die MT Melsungen: Der heimische Handball-Bundesligist tritt Donnerstagabend in Mannheim gegen das Topteam der Rhein-Neckar Löwen an. Ein echtes Spitzenspiel. Los geht’s um 20.15 Uhr. Nach dem Ausfall von MT-Torwart Johan Sjöstrand rückt ein Mann in den Mittelpunkt: René Villadsen. Auf den zweiten Keeper der Nordhessen kommt es jetzt an. „Ich freue mich auf dieses Spiel“, sagt der Däne.

Von Nervosität ist bei dem 29-Jährigen keine Spur. Vielleicht spüre er ein bisschen mehr Druck, sagt Villadsen. Ansonsten habe er sich auf dieses Spiel so vorbereitet wie auf jedes andere. Video-Analyse, Wurftraining, Feinschliff am Timing - Villadsen drückt es so aus: „Ich habe ein super Gefühl im Körper.“ Darüber hinaus habe er die Wurfbilder der Gegenspieler im Kopf. Der Däne hat Gensheimer, Schmid und Co. studiert.

Und natürlich kennt er die Laufwege der eigenen Leute, um blitzschnell Tempogegenstöße einleiten zu können. Gerade für einen Torwart sei Vorbereitung das A und O, sagt Villadsen: „Unvorbereitet zu sein, ist wie ohne Eierschutz ins Spiel zu gehen.“ Dass er eine der besten Abwehrreihen der Liga vor sich hat, sorgt für Zuversicht. Erst einmal müssten die Rhein-Neckar Löwen an der Deckung vorbei, „und danach bin ich da mit meinen langen Armen und Beinen“, sagt Villadsen. Die dänische Frohnatur lässt sich nicht aus der Ruhe bringen.

„Erst einmal müssen die Löwen an der Deckung vorbei, und danach bin ich da mit meinen langen Armen und Beinen.“

Zumal Villadsen weiß, was auf ihn zukommt. Als Nummer eins in der Bundesliga aufzulaufen, kennt er aus seiner Zeit in Eisenach. Umso mehr fühlt er mit Teamkamerad Sjöstrand mit. Die Botschaft von dessen Verletzung sei ein Schock gewesen, sagt Villadsen. Aber so etwas passiere nun mal im Sport: „Jetzt muss ich der Mannschaft helfen. Dafür bin ich da.“

Melsungens Trainer Michael Roth bezeichnet Sjöstrands Ausfall als „Katastrophe in sportlicher Hinsicht“. Auf der anderen Seite würde es gegen die Badener ohnehin schwer werden. „Wir müssen jetzt einfach noch besser decken, um René zu helfen“, sagt Roth. Allerdings muss der Handballlehrer weiterhin auf Michael Allendorf verzichten. An die Rückkehr des Linksaußen sei momentan nicht zu denken.

Ansonsten hofft Roth, dass die MT-Jungs ihren Lauf in der Liga fortsetzen. Er weiß aber auch: „Eine normale Leistung wird gegen die Löwen nicht reichen.“ Die Truppe sei ein anderes Kaliber als Lemgo und Wetzlar. Der MT-Trainer spricht von Weltklasse. Wegen des doppelten Viertelfinals im Pokal treffen die beiden Teams bereits zum vierten Mal in dieser Saison aufeinander. Dreimal hinterließen die Nordhessen einen prächtigen Eindruck. Nur das Angriffsspiel müsse verbessert werden, fordert Roth. Dazu sagt Torwart Villadsen: „Da kann ich leider nicht helfen.“

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