Sechs Gründe, die Hoffnung auf einen Pokal-Coup machen – 17.45 Uhr/Sport 1

Melsungen gegen Berlin: Hoffnung auf einen Pokal-Coup beim Final Four

Feiern können sie: Nach dem Triumph gegen Kiel in Kassel jubeln die MT-Spieler Malte Schröder, Felix Danner, Jonathan Stenbäcken, Nenad Vuckovic (vorn von links) sowie im Hintergrund Johannes Sellin (links) und Michael Müller. Foto:  Schachtschneider/nh
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Feiern können sie: Nach dem Triumph gegen Kiel in Kassel jubeln die MT-Spieler Malte Schröder, Felix Danner, Jonathan Stenbäcken, Nenad Vuckovic (vorn von links) sowie im Hintergrund Johannes Sellin (links) und Michael Müller.

Kassel/Hamburg. Es ist alles andere als ein gewöhnliches Spiel. Am Samstag gilt es für die Bundesliga-Handballer der MT Melsungen. 17.45 Uhr, Hamburger O2 World, Halbfinale im DHB-Pokal, der Gegner: die Füchse Berlin (live bei Sport 1).

Nach der deutlichen Halbfinal-Niederlage im vergangenen Jahr gegen den THW Kiel heißt es dieses Mal umso mehr: Auf geht’s, jubelt in Hamburg! Und es gibt durchaus Gründe, die Hoffnung machen, dass die Nordhessen beim Final Four einen Pokal-Coup landen:

1. Aller guten Dinge sind drei: Warum sollte diese Redensart nicht auf die Mannschaft von Trainer Michael Roth zutreffen? Die MT ist zum dritten Mal in Hamburg dabei. Als Zweitligist verloren die Nordhessen 1996 in der Alsterdorfer Sporthalle das Halbfinale gegen Essen 17:22. 2013 hieß es 23:35 gegen Kiel. Nun aber, wie das Sprichwort schon sagt, sind sie reif für den Finaleinzug. Die Teilnahme an sich beschert den vier Endrunden-Klubs jeweils eine garantierte Beteiligungssumme von 120.000 Euro.

Aktuelle Infos:

Die MT Melsungen hat den erstmaligen Einzug ins Endspiel des deutschen Handball-Pokals verpasst. Im Halbfinale in Hamburg verlor das Roth-Team aufgrund vieler vergebener Großchancen mit 28:30.

2. Keine Experimente mit den Trikots: Das sorgte im vergangenen Jahr für verwirrte Blicke. Die Ecke mit den Melsunger Fans in der Hamburger Arena leuchtete im satten Rot, aber wie liefen die Handballer auf? In Blau! In einem eigens fürs Final Four entworfenen Trikot. Dieses Mal können die Fans beruhigt sein: Die MT-Handballer haben nur ihre traditionellen Farben eingepackt.

3. Eine große Bühne: Das Endrundenturnier in der Elbestadt bietet Jonathan Stenbäcken eine gute Möglichkeit, sein Können zu zeigen und sich damit für andere Klubs interessant zu machen. Der dunkelhaarige Schwede, der bei der MT keinen neuen Vertrag bekommt, wartet noch auf Angebote. „Ganz Deutschland schaut am Wochenende zu. Aber auch für die vielen mitgereisten Fans wollen wir ein tolles Spiel abliefern“, sagt Stenbäcken. Für ihn ist es vor allem das Wiedersehen mit alten Weggefährten. Er war 2012 aus Berlin gekommen und dürfte deshalb besonders motiviert sein.

4. Ein gutes Omen: Vor 25 Jahren gewann der TV Großwallstadt den DHB-Pokal. In den Reihen des Traditionsklubs stand ein Brüderpaar – Zwillinge: Uli und Michael Roth. Ein Vierteljahrhundert später heißt der MT-Trainer Michael Roth, und zu seinen Spielern gehören die Brüder Michael und Philipp Müller – Zwillinge. Wenn das kein gutes Omen ist! Dass der Trainer die beiden nur deshalb nach Melsungen gelotst hat, ist allerdings ein Gerücht.

5. Alle Mann an Bord: Schlussmann Mikael Appelgren hatte bis Wochenmitte noch ein Kratzen im Hals, und bei Daniel Kubes zwickte es im Adduktorenbereich. Doch jetzt steht ihrem Einsatz nichts mehr im Weg. Einzig bei Rechtsaußen Christian Hildebrand schmerzt noch der Rücken. „Er wird sich mit warmmachen. Dann sehen wir weiter“, meint Roth, „am Sonntag brauchen wir ja vielleicht auch noch Leute.“

6. Bärte als Glücksbringer: Die Handballer machen’s wie die Eishockey-Spieler in der entscheidenden Saisonphase – sie lassen sich Bärte wachsen. Als Glücksbringer. Seit drei Wochen wuchert es im Gesicht der Melsunger. Damit jeder wisse, dass etwas Besonderes ansteht, erklärt Roth. Der Trainer packt noch die gute, alte Sportler-Bart-Weisheit drauf: „Wer rasiert, verliert.“ Na dann.

Von Robin Lipke und Björn Mahr

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