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Gelingt Parrondo mit Ägypten die Titelverteidigung?

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Von: Björn Mahr

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Zurzeit als ägyptischer Nationaltrainer unterwegs: Melsungens Coach Roberto Garcia Parrondo.
Zurzeit als ägyptischer Nationaltrainer unterwegs: Melsungens Coach Roberto Garcia Parrondo. © Andreas Fischer

Keine Sommerpause für Roberto Garcia Parrondo, den Coach der MT Melsungen: Er startet heute als ägyptischer Nationaltrainer das Projekt Titelverteidigung bei der Afrikameisterschaft.

Kassel – Seine Spieler genießen den Urlaub – MT-Torjäger Julius Kühn holte beispielsweise die wegen Coronaproblemen mehrfach verlegte große Hochzeitsfeier nach. Roberto Garcia Parrondo selbst, der spanische Coach des Handball-Bundesligisten MT Melsungen, ist aber voll im Einsatz – in seiner Funktion als Trainer der ägyptischen Nationalmannschaft.

Am Mittwochabend musste er sich mit seiner Mannschaft im algerischen Oran bei den Mittelmeerspielen der Vertretung Spaniens 27:28 geschlagen geben. Dabei führte sein Team gegen die Iberer, die ohne ihre Stars angetreten waren, zur Pause noch 16:13. In der Schlussminute vergaben die Nordafrikaner einen Siebenmeter zum möglichen Ausgleich.

Als Gastgeber heißer Anwärter auf den Titel

Das nächste Großereignis steht Parrondo und seinen Spielern bereits ab Montag bevor. In Ägypten wird mit Verspätung die Afrikameisterschaft ausgetragen. Dort werden die letzten fünf Startplätze für die WM im Januar in Schweden und Polen vergeben. Der Gastgeber ist bei der über eine Woche dauernden Veranstaltung ein heißer Anwärter auf den Titel – bei einem Sieg hätte er seinen Titel erfolgreich verteidigt.

„Für uns ist das ein sehr wichtiges Turnier. Es geht ja schließlich darum, welches Team die Nummer eins auf dem Kontinent ist“, betont Parrondo. Vorrundengegner für die Mannschaft Parrondos sind erst Kamerun und dann Marokko. Weitere Teilnehmer an der Afrikameisterschaft sind Algerien, Angola, Gabun, Guinea, die Kap Verden, Kenia, die Dominikanische Republik Kongo, Nigeria, Sambia, Senegal und Tunesien.

Mitfavoriten wollen ein Bein stellen

„Zusammen mit den Tunesiern gehören wir zu den Favoriten. Aber auch Angola und Algerien sind nicht zu unterschätzen“, erklärt Parrondo. „Jetzt erwarten uns andere Herausforderungen als beim Vorbereitungswettbewerb im Algerien.“

Seit 2019 trägt der Spanier die Verantwortung für die Auswahl Ägyptens. Sein erster großer Erfolg mit dem Team war der Gewinn der Afrikameisterschaft 2020. Bei der Heim-WM ein Jahr später scheiterten die Ägypter dann nach einem denkwürdigen Spiel erst im Siebenmeterwerfen am späteren Weltmeister Dänemark. Bei den Olympischen Spielen in Tokio verloren die Nordafrikaner das Spiel um Bronze gegen Spanien.

Von Björn Mahr

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