Handball-Bundesliga

Kampfstarke MT nach Rückstand gegen den TSV noch mit 31:29 vorn

Kassel. Die MT Melsungen bleibt dran. Mit einem 31:29 (15:15)--Erfolg gegen den TSV Hannover-Burgdorf festigte der heimische Handball-Bundesligist seinen Platz im Verfolgerfeld der Handball-Bundesliga.

Und sorgte mit einer starken Leistung gegen die so furios in die Saison gestarteten Gäste für wahre Jubelstürme in der ausverkauften Rothenbach-Halle. Die Frage nach der Reaktion der „Recken“ auf die 23:35-Pleite vor zwei Tagen bei den Rhein-Neckar Löwen war schnell beantwortet: Die Ortega-Schützlinge, diesmal zu Beginn wesentlich wacher, waren entschlossen auf Wiedergutmachung aus. Ein Unterfangen, dem jedoch eine gut aufgelegte MT im Wege stand. So entwickelte sich von der ersten Minute an ein rassiges Spiel, bei dem die beiden Abwehrreihen zunächst überhaupt keinen Zugriff fanden. Was die Melsunger mit einem quirligen Mario Maric am Kreis sowie einem äußerst dynamischen Rückraum-Duo Kühn/Jaanimaa erreichten, bewerkstelligten die Gäste mit Bedacht. Und Auge. Dank des umsichtigen Spielmachers Olsen, der sich auch als Torschütze nicht lumpen ließ.

Eine abgezockte Spielweise, die sich durchzusetzen schien, als die Niedersachsen plötzlich von 4:4 (7.) auf 7:4 (10.) wegzogen. Dann brachte Trainer Michael Roth Johan Sjöstrand für Nebojsa Simic – und der Torwartwechsel fruchtete sofort. 13 Minuten blieb der Schwede ohne Gegentor, was bei seinen Vorderleuten noch mal Kräfte freimachte. Mit einem 8:0-Lauf zum 13:8 (23.), wobei auch Rechtsaußen Reichmann auftaute, drehten sie die Partie. Ein kurzes Vergnügen, denn die Gäste kamen postwendend zurück. Dabei pflückte der eingewechselte Mait Patrail dem MT-Rückraum einige Bälle weg und schob damit die zweite Welle des Tabellenzweiten an.

Für den glich der eingewechselte Runar Karason Sekunden vor dem Halbzeitpfiff zum 15:15 aus. Als Morten Olsen gar die 17:16-Führung (34.) erzielte, hatte der TSV auf einmal wieder Oberwasser. Und die MT ein Problem, denn sie musste danach drei teils fragwürdige Zeitstrafen schlucken. So war nach Patrails Treffer zum 18:21 (39.) eine erneute Aufholjagd vonnöten.

Schwierige Aufgaben erledigten die Melsunger an diesem Abend offenbar sofort. Denn Dener Jaanimaa, Lasse Mikkelsen und Julius Kühn glichen dank drei Treffern hintereinander nicht nur zum 22:22 aus (44.), der Ex-Gummersbacher schien mit seinem siebten Tor (23:22) sogar die Wende einzuleiten.

Auf jeden Fall eine dramatische Schlussphase, in der sich die widerspenstigen Gäste einfach nicht abschütteln ließen. Auch nicht, als Jeffrey Boomhouwer zweimal Torwart Semisch narrte, denn Casper Mortensen glich unverzüglich zum 25:25 aus (52.).

Die bange Frage war: Hielt die Kraft der Roth-Schützlinge, die im Angriff mit der gleichen Formation durchspielen mussten? Sie hielt. Weil Sjöstrand einen Siebenmeter von Mortensen abwehrte (57.) und seine Offensivabteilung sich von der immer offeneren Deckung des Gegners nicht irritieren ließ. Stattdessen mit zwei Kreisläufern die Lücken fand. Zum schwer erkämpften fünften Saisonsieg.

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