Wie Malte Schröder, zwei Portugiesen und ein junger Kroate das Spiel bereicherten

MT im Europacup: Ein gelungener Handball-Abend

Eng am Mann: Melsungens Malte Schröder (links, hier gegen Marko Mrdenovic) bekam mehr Einsatzzeit als sonst. Fotos: Fischer 

Kassel. 1927 Zuschauer verließen am Samstag zufrieden die Kasseler Rothenbach-Halle. Zum einen, weil die Handballer der MT Melsungen im bedeutungslos gewordenen Europacup-Gruppenspiel den erwarteten 34:26 (20:14)-Kantersieg gegen RK Nexe feierten.

"Ein schöner Abschluss der Hauptrunde“, freute sich MT-Trainer Michael Roth. Zum anderen, weil ein Spieler aus Melsungens zweiter Garde, zwei Portugiesen und ein junger Bursche aus Kroatien maßgeblich zu einem gelungenen Abend beitrugen.

UNAUFGEREGT I

Normalerweise kommt Malte Schröder erst zum Einsatz, sobald Michael Müller im rechten Rückraum eine Pause benötigt. Gegen den kroatischen Vertreter durfte er – im Übrigen genauso wie Christian Hildebrand, Jeffrey Boomhouwer und Torwart Per Sandström – von Beginn an ran. Und der 28-Jährige brachte seine Mannschaft auf Kurs. Ihm gelangen fünf Treffer bei sechs Versuchen.

„Wenn man so eine Chance kriegt, dann will man das Vertrauen mit einer guten Leistung zurückzahlen“, erklärte Schröder. Dank seiner Unterstützung setzten sich die Nordhessen vorentscheidend von 6:5 auf 14:6 ab. Zumal er den herrlichen Treffer von Hildebrand zum 8:5 mit einem Pass hinter dem Rücken gekonnt vorbereitete.

UNAUFGEREGT II 

Zu einem guten Spiel gehören gute Unparteiische – und Daniel Accoto Martins sowie sein Bruder Roberto kristallisierten sich schnell als solche heraus. Die beiden Portugiesen mussten im Verlauf der 60 Minuten lediglich zwei Zeitstrafen aussprechen. Es kochten nicht ein einziges Mal die Emotionen auf dem Parkett hoch. Das hing auch damit zusammen, dass die beiden Schiedsrichter unter anderem fließend deutsch sprechen und den richtigen Ton bei den Melsungern trafen.

In Karlsruhe geboren, verbrachten die Brüder ihre komplette Kindheit in Deutschland. Noch heute haben sie verwandtschaftliche Bande in die Stadt in Baden. „Das Duo aus Portugal hat einen richtig guten Job gemacht“, lobte MT-Rechtsaußen Christian Hildebrand.

UNAUFGEREGT III 

Bis vor ein paar Tagen hatte Edi Vesligaj noch keinen Gedanken daran verschwendet, seinen Einstand in der ersten Mannschaft des RK Nexe zu geben. Doch dann musste der 21-Jährige, sonst im Junioren-Team eingesetzt, am Freitag die 16-stündige Busreise aus Nasice nach Kassel mitmachen, weil Martin Juzbasic wegen Fiebers fehlte. Als dann auch noch die etatmäßige Nummer zwei Perica Lelic nach 23 Minuten leicht verletzt vom Feld musste, schlug die Stunde von Vesligaj.

Mit sechs teilweise spektakulären Paraden erfüllte er vollends die Erwartungen seines Trainers Zdenko Kordi. Die Reisestrapazen ließen die 1,93 m große Nachwuchshoffnung kalt: „Ich bin doch noch jung.“

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