Gislason und das erste Mal mit Zuschauern

Fünf Fakten zur deutschen Handball-Nationalmannschaft und den Olympia-Tests in Nürnberg

Die heiße Phase der Vorbereitung läuft: Bundestrainer Alfred Gislason (links) und sein Assistent Erik Wudtke freuen sich auf Testspiele vor Zuschauern.
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Die heiße Phase der Vorbereitung läuft: Bundestrainer Alfred Gislason (links) und sein Assistent Erik Wudtke freuen sich auf Testspiele vor Zuschauern.

Heute in zwei Wochen beginnen die Olympischen Spiele in Tokio. Die letzten Härtetests der deutschen Handballer für das Auftaktspiel am 24. Juli gegen Spanien stehen an diesem Wochenende auf dem Plan.

Kassel – Heute in zwei Wochen beginnen die Olympischen Spiele in Tokio. Die letzten Härtetests der deutschen Handballer für das Auftaktspiel am 24. Juli gegen Spanien stehen an diesem Wochenende auf dem Plan. Beim Drei-Nationen-Turnier in Nürnberg trifft das Team von Bundestrainer Alfred Gislason heute ab 20.15 Uhr (Sport 1) auf Brasilien. Zum Abschluss am Sonntag ab 15.05 Uhr (Sport 1) wartet ein Vergleich mit Ägypten. Fünf Fakten zur deutschen Mannschaft und den Tests:

. Das DHB-Team hat eine Serie zu verteidigen: Wissen Sie, wann die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) ihre letzte Niederlage kassiert hat? Es war im Januar bei der Weltmeisterschaft in Ägypten: 28:32 gegen Spanien. Seither gab es fünf Siege und zwei Unentschieden. „Wir hatten bei der WM sicher die Chance, weiter vorn zu landen. Danach haben wir die Olympia- und EM-Qualifikationsspiele aber gut gestaltet“, fasst Sportvorstand Axel Kromer seine Eindrücke zusammen. Kapitän Uwe Gensheimer ist frohen Mutes: „Alle Spieler sind mit viel Motivation angereist.“ Zumindest heute pausieren wird wohl Regisseur Philipp Weber (Muskelverhärtung).

. Der Bundestrainer hat seinen ersten großen Auftritt vor Fans: Seit eineinhab Jahren ist Gislason im Amt. Wegen der Pandemie gab es bislang nur Partien vor Geisterkulisse. Das ändert sich jetzt. Bis zu 1000 Besucher sind heute zugelassen. „Wir freuen uns auf Spiele vor Zuschauern“, sagt der Isländer. In Tokio muss sein Team – wie seit gestern bekannt ist – dann aber wieder vor leeren Rängen spielen.

.  Für Steffen Weinhold ist es fast ein Heimspiel: Mit fast 35 Jahren ist der Kieler Rückraummann Weinhold hinter den Torhütern Johannes Bitter und Silvio Heinevetter der älteste Spieler im Kader. Der Auftritt in Nürnberg ist für ihn auch insofern etwas Besonderes, als er aus dem benachbarten Fürth stammt: „Ich freue mich, in der Heimat zu sein und Mama und Papa zu sehen.“ Sein Fokus liegt aber auf der Olympia-Vorbereitung. Zwar verbringt das deutsche Team wegen der langen Bundesliga-Saison bis zur Abreise am kommenden Mittwoch nach Tokio nicht viel Zeit zusammen, Weinhold stellt aber trotzdem schmunzelnd fest: „Der Lagerkoller wird kommen.“

. Die Vorfreude auf Olympia ist bei allen Beteiligten groß: Schon nach den ersten Übungseinheiten im Trainingslager in Herzogenaurach bekam der Berliner Profi Paul Drux einen guten Eindruck von der Leistungsbereitschaft: „Alle sind heiß und wollen sich mit der Mannschaft verbessern.“ Auch das Trainerteam mit Gislason und Assistenzcoach Erik Wudtke an der Spitze fiebert dem Höhepunkt des Jahres entgegen. „Ich bin mit Olympia im Fernsehen groß geworden. Ich hätte nie gedacht, dass ich selbst mal ein Teil davon sein werde“, sagt der frühere Melsunger Zweitliga-Profi Wudtke. Es sei eine unglaubliche Ehre, Deutschland mit vertreten zu dürfen: „Nach dem Kennenlernen meiner Frau und der Geburt meiner Kinder ist es wohl das Größte, was ich bisher erleben durfte.“

. Mit den Brasilianern bekommt es die deutsche Mannschaft auch in Tokio zu tun: Am 1. August zum Abschluss der Vorrunde muss das DHB-Team wieder gegen die Südamerikaner ran. „Wir werden uns nun nicht verstecken und in das Spiel gehen, als wäre es ein Gegner aus der anderen Gegner“, sagt Gislason. (Björn Mahr)

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