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Zwei Spiele gegen Spitzenteams, zwei Niederlagen der MT Melsungen: „Haben die Chancen nicht genutzt, ranzukommen“

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Von: Maximilian Bülau

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Arnar Freyr Arnarsson.
Stark: Arnar Freyr Arnarsson. © Andreas Fischer

Kaufen kann sich Handball-Bundesligist MT Melsungen von diesen beiden Niederlagen gegen die Füchse Berlin und zuletzt am Sonntag beim SC Magdeburg freilich nichts.

Kassel – Auch deswegen sagte Sportdirektor Michael Allendorf einen Tag nach dem 23:27 (12:15) beim Deutschen Meister: „Natürlich tut das weh. Wenn man zweimal so eine gute Leistung zeigt, gegen Berlin über 50 Minuten, gestern über die gesamte Spielzeit.“ Doch Allendorf sah eben wie alle, die diese beiden Partien gesehen haben, einen Makel: die Chancenverwertung.

Die Melsunger, mit nur einem Sieg und zwei Remis aus sieben Partien auf Rang 14 abgerutscht, könnten deutlich besser dastehen. Wenn, ja wenn, sich nicht nur die Abwehr deutlich verbessert zeigen würde, sondern auch der Angriff. Kreisläufer und Abwehrstratege Arnar Freyr Arnarsson, mit fünf Treffern bester Werfer gegen Magdeburg, drückte es so aus: „Die Defensive war gut, Simic war richtig gut. Normalerweise geht das Hand in Hand. Aber wir hätten es ihnen meiner Meinung nach schwerer machen können. Wir haben die Chancen nicht genutzt, ranzukommen.“ Bis etwa drei Minuten vor Schluss war ein Punktgewinn in Sachsen-Anhalt möglich. Doch jedes Mal, wenn die Abwehr stand oder Torhüter Nebojsa Simic mit einer seiner vielen Paraden die Möglichkeit eröffnete, auf ein Tor zu verkürzen, gaben die Melsunger den Ball zu einfach wieder her, vergaben frei.

Die Offensivleistung wollte Simic nicht kommentieren. Das sei nicht sein Job, das können andere besser, sagt er. Defensiv sei es aber in den vergangenen Spielen viel besser geworden. Ein Faktor dafür sei auch die Rückkehr von Elvar Örn Jonsson, der nach der Verletzung von Rogerio Moraes und frühen Zeitstrafen für Gleb Kalarash und Arnarsson gegen Berlin sowie in Magdeburg früher eingreifen musste, als es Trainer Roberto Garcia Parrondo lieb gewesen sein dürfte nach langer Verletzungspause.

Kaufen kann sich die MT von den durchaus guten Leistungen zuletzt gegen die Spitzenteams wie gesagt nichts. Aber darauf aufbauen, das kann sie. „Jetzt müssen Punkte her“, bringt es Allendorf wortwörtlich auf den Punkt. Nach der Länderspielpause steht am 19. Oktober das Pokalspiel beim HC Erlangen an. Ein guter Zeitpunkt, um die Chancen zu nutzen. (Maximilian Bülau)

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