Abstiegskampf in der Handball-Bundesliga

MT gegen Balingen: Ein halbes Dutzend muss zittern

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Einst Kollegen, am Sonntag wieder Gegner: Der Ex-Melsunger Alexandros Vasilakis (rechts) könnte es wieder mit MT-Außen Michael Allendorf zu tun bekommen.

Kassel. Nicht nur das Rennen um die internationalen Plätze in der Handball-Bundesliga verspricht Spannung bis zum Schluss. Denn am anderen Ende der Tabelle ist ebenfalls einiges los.

Acht Spieltage vor Schluss sind noch einige Fragen ungeklärt. Auch im zehnten Jahr seiner Erstliga-Zugehörigkeit muss HBW Balingen-Weilstetten, am Sonntag ab 15 Uhr in der Kasseler Rothenbach-Halle bei der MT Melsungen zu Gast, zittern. Fragen und Antworten zum Abstiegskampf. 

Wie viele Teams müssen nach der Saison den Gang in die Zweitklassigkeit antreten?

Nach dem Rückzug des insolventen HSV Hamburg im Winter werden jetzt noch zwei Vereine aus der 1. Bundesliga absteigen.

Welche Mannschaften müssen um den Verbleib in der Klasse zittern?

Selbst der Tabellenzwölfte TBV Lemgo, der erst 14 Pluspunkte auf seinem Konto hat, ist noch nicht aller Sorgen ledig. Daneben stecken der TVB Stuttgart, HBW Balingen-Weilstetten, der Bergische HC, der ThSV Eisenach und der TuS N-Lübbecke als Vorletzter in Abstiegsnöten.

Welcher dieser Klubs hat das vermeintlich leichteste Restprogramm?

Fast einfacher zu beantworten ist die Frage, wer es besonders schwer hat. Denn fast alle Kellerkinder haben noch Duelle mit den Top drei vor sich. Auf den Bergischen HC warten allerdings zumindest noch Vergleiche mit Leipzig, Lübbecke und Balingen – das sind drei gute Gelegenheiten, um die entscheidenden Zähler für den Klassenerhalt zu verbuchen.

Wie stellt sich die Situation beim ThSV Eisenach dar?

Die Eisenacher müssen nicht nur am Samstag ab 19 Uhr in eigener Halle zum Ostderby gegen den SC Magdeburg ran, sondern haben zum Ende dieser Runde auch noch alle Spitzenklubs als Gegner: Rhein-Neckar Löwen, Kiel, Flensburg, Göppingen und Melsungen. „Durch den Auswärtssieg zuletzt gegen Lübbecke haben wir uns überhaupt erst wieder eine 25-Prozent-Chance erarbeitet“, sagt ThSV-Manager Karsten Wöhler, „deswegen wäre der Ligaverbleib eine kleine Sensation.“ Im Falle einer Rettung bliebe zudem abzuwarten, ob die Thüringer weiter in der Werner-Assmann-Halle spielen dürften. Die Ausnahmegenehmigung des Bundesliga-Verbandes gilt vorerst nur bis zum Juni.

Worauf setzt Melsungens nächster Gegner Balingen?

Die Mannen von der Schwäbischen Alb können viel Erfahrung im Abstiegskampf vorweisen. Noch dazu haben sie einen EM-Helden im Kader. Martin Strobel, im Januar mit Deutschland Überraschungs-Europameister geworden, ist ein exzellenter Spielmacher. Da sein Ersatz Felix König verletzungsbedingt wohl noch nicht zur Verfügung steht, ist der Routinier besonders gefordert.

Welche Rolle nimmt der Ex-Melsunger Angreifer Alexandros Vasilakis ein?

Der Vertrag des 37 Jahre alten Griechen läuft im Sommer aus – und wird nicht verlängert. Aktuell baut HBW-Coach Frank Bergemann auf den Rückraumschützen, der mehr als eine Nummer zwei hinter Julian Krieg ist: „Vasilakis ist kein Joker. Bei ihm ist es entscheidend, wie er ins Spiel findet. Wenn er gut reinkommt, kann er ein wichtiger Faktor sein.“ In vier Spielzeiten trug der Hüne von der Insel Korfu das MT-Trikot. Da die Verantwortlichen unzufrieden mit dessen Leistungen waren, gab es im März 2013 die vorzeitige Trennung.

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