Nach Sieg gegen Göppingen

In der Liga läuft’s bei der MT - Entspannung gibt es trotzdem nicht

Kassel. Nach dem Sieg in Göppingen hat Handball-Bundesligist MT Melsungen erstmals ein positives Punktekonto. Das Team holte 11:1 Punkte aus den vergangenen Spielen.

Nach dem Kraftakt in Göppingen war nicht etwa Entspannung angesagt bei der MT Melsungen. Im Gegenteil. Die heimischen Bundesliga-Handballer mussten gleich wieder ihre Muskeln betätigen.

„Wir hatten heute Krafttraining im Fitnessstudio“, sagte Michael Allendorf am Donnerstag. Dank des 30:29 (15:13)-Sieges bei Frisch Auf am Mittwochabend gingen dem Linksaußen und seinen Kollegen die Übungen an den Hanteln aber relativ locker von der Hand. Kein Wunder. Nach 11:1 Punkten aus den vergangenen Spielen weisen die Nordhessen erstmals ein positives Punktekonto auf.

Im Europapokal hat die MT den Einzug ins Final Four verpasst - dabei ging fast unter, dass die Mannschaft von Trainer Michael Roth in der Liga einen Lauf hat. „Wir sind nicht mehr so verunsichert wie noch im Februar oder März“, erklärt Allendorf. Gerade der 30-Jährige bewies bei den Schwaben ein ruhiges Händchen, als er Göppingens Schlussmann Primoz Prost drei Sekunden vor Schluss mit einem Heber überwand und so für den Melsunger Auswärtssieg sorgte.

An die Schlussphase kann sich der MT-Linksaußen gut erinnern. Göppingens Daniel Fontaine bekam eine Zwei-Minuten-Strafe, 13 Sekunden standen da noch auf der Uhr. Im Verlauf des Spiels hatte sich die MT nicht sehr geschickt bei Überzahl angestellt. Nun lief der Ball über zwei, drei Stationen, dann passte Patrik Fahlgren nach außen zu Allendorf. Der sprang in den Kreis und vollendete. „Prost kam auf mich zugesprungen. Da denkst du nicht nach. Der Heber war keine bewusste Handlung. Das passiert einfach“, beschreibt der Siegtorschütze.

Überhaupt gab es an dem Auftritt der MT in der EWS-Arena nicht viel zu meckern. Okay, da waren die leichten Fehler im Angriff. Dadurch verpassten die Gäste mehrmals die Chance, sich deutlicher abzusetzen - etwa beim Stand von 19:16 (37. Minute) und beim 27:24 (52.). So kamen die Gastgeber heran und machten es bis zum Schluss spannend. Trotzdem, gerade in der ersten Halbzeit „ist unser Matchplan ziemlich gut aufgegangen“, sagt Allendorf.

Denn die Nordhessen versuchten es gegen die offensive Deckung des Gegners über den Kreis. Mit Erfolg. „Wir kamen fast immer zu Chancen.“ Dabei zeichnete sich Felix Danner aus. Wie beim gesamten MT-Team zeigt im Saisonfinale auch beim Kreisläufer die Formkurve nach oben. Danner erzielte nicht nur sechs Treffer, sondern riss im Angriffszentrum immer wieder die Lücken.

Zudem war auf die MT-Abwehr einmal mehr Verlass. „Hinten stehen wir wieder richtig stabil. So kamen wir in der zweiten Halbzeit gut in die Tempogegenstöße“, sagt Allendorf. Bereits am Sonntag kann die MT ab 17.15 Uhr im Heimspiel gegen Erlangen ihren Lauf in der Liga fortsetzen.

Rubriklistenbild: © Andreas Fischer

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