Unvollendete Aufholjagd

MT Melsungen verliert gegen Magdeburg 26:28

Kassel. Die erneute Teilnahme der MT Melsungen am Europapokal steht auf der Kippe.

Der Grund: Eine 26:28 (10:15)-Heimniederlage gegen den SC Magdeburg, mit dem die Aktien des heimischen Handball-Bundesligisten im Dreikampf um den fünften Platz, der die Qualifikation für den EHF-Pokal garantiert, leicht gesunken

Die Fragte lautete: Wie hatte die MT den 20:25-Dämpfer im Hinspiel des EHF-Pokalviertelfinales bei Skjern Handbold weggesteckt? Scheinbar ließ sich dieser nicht so einfach aus den Klamotten schütteln, denn die Gastgeber legten trotz Appelgrens Weckruf (ein gehaltener Siebenmeter von Torjäger Weber nach 50 Sekunden) einen Fehlstart hin - 2:5 nach neun Minuten.

Das Problem war der Positionsangriff. Und es setzte sich auch nach Roths Auszeit fort. Selbst wenn zwischenzeitlich Michael Müller die zweite Welle anwarf und sein Team in Überzahl auf 5:6 verkürzte (16.). Melsunges Rückraum fand einfach keine Lücke in der Magdeburger 6:0-Deckung, agierte zu sehr in die Breite und zu wenig in die Tiefe, um sich in aussichtsreiche Wurfposition zu bringen. Den Rest besorgte der gut aufgelegte Torwart Green Krejberg. Insbesondere Momir Rnic kam überhaupt nicht auf Touren. Schwächen, die vom Tabellenvierten umgehend per Tempogegenstoß bestraft wurden, während das Umschaltspiel der Roth-Schützlinge hakte.

Trotzdem bot sich ihnen vor der Pause nochmal die Chance heranzukommen. Als nämlich Michael Allendorf per Siebenmter auf 9:12 verkürzte und Bartosz Jurecki sowie Marko Bezjak auf die Strafbank mussten (26.). Doch nur ein Treffer von Linksaußen Allendorf war die karge Ausbeute in doppelter Überzahl, während die Gäste danach nochmal aufdrehten und durch Jure Natek sowie Rechtsaußen Weber auf 15:10 erhöhten.

Eine schwere Hypothek für die MT, doch die Gastgeber versuchten vehement sie abzutragen. Mit dem eingewechselten Jeffrey Boomhouwer, der gleich mal dank seiner Spezialdisziplin (drei Tempogegenstöße) auf 14:16 verkürzte (35.). So konnte es gehen und so ging es erstmal weiter, zumal die eigene Deckung (Maric) endlich Zugriff auf den bis dahin so gefährlichen Natek fand.

MT Melsungen empfängt den SC Magdeburg

Beim 18:19 lag der Ausgleich in der Luft, doch die Müllers verzettelten sich. Und der SCM zog dank seiner unwiderstehlichen ersten Welle wieder davon. Über 18:20 auf 20:24 und 21:26 (51.).

Die Entscheidung? Nein, denn die Außen Sellin und Boomhouwer starteten nochmal durch, trugen zwei Treffer zum 25:26 (56.) bei. Doch wieder blieb's beim Schnuppern am Ausgleich. Dank Yves Grafenhorst, der seine Chancen konsequent nutzte. Und wohl auch aufgrund der fragwürdigen Regelauslegung der Schiedsrichter, mit denen Michael Roth in der Schlussphase lautstark haderte. Vergeblich.

Melsungen: Apelgren (11 Paraden/23 Gegentore), Sandström (ab 47., 3/5); Maric 3, Sellin 2,

Schröder 2, Hildebrand 1, Danner 2, Ph. Müller 2, Boomhouwer 5, Rnic, Allendorf 4/3, Vuckovic

2, M. Müller 4, Ullrich, Forstbauer.

Magdeburg: Green Krejberg (9/20), Quenstedt (ab 47. 3/6); Musche 2, van Olphen 1, Natek 7,

Bagersted 1, Grafenhorst 5, Haaß 2, Bezjak 2 (8/4), Gebala, Weber, Saul, Jurecki, Lie Hansen.

SR: Immel/Klein (Tönnisvorst/Ratingen).

Siebenmeter:3/3:5/4.

Strafzeiten: 8:12.

Zuschauer: 3116.

Rubriklistenbild: © Fischer

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