Donnerstag, 20 Uhr

Wachgerüttelt ins erste Heimspiel: MT gegen Gummersbach

Als Spielmacher gefordert: Melsungens Timm Schneider. Foto:  Fischer

Kassel. Mehr als 13 Wochen hatten die Handballer des Bundesligisten MT Melsungen keinen Einsatz in der Kasseler Rothenbach-Halle.

Der letzte Heimauftritt der vergangenen Serie war am Pfingstsonntag, 4. Juni, beim 28:26-Erfolg gegen den SC DHfK Leipzig. Am Donnerstag, 31. August, präsentiert sich die Mannschaft ab 20.30 Uhr (Sky) ihren Fans wieder auf dem Gelände der Messe Kassel. Es geht gegen den Altmeister VfL Gummersbach.

Dabei verfolgen die Melsunger, bei denen lediglich hinter Marino Maric (Oberschenkelprobleme) ein kleines Fragezeichen steht, vor allem ein Ziel: die 27:29-Auftaktschlappe von vor einer Woche beim TVB Stuttgart vergessen machen. Auf die Frage, was sich alles im MT-Spiel verbessern muss, sagt Spielmacher Timm Schneider mit Blick auf den Fehlstart überspitzt: „Fast alles.“

Das müssen die Melsunger tun, um die Aufgabe gegen den Gast aus dem Oberbergischen zu meistern:

• Mehr Kompaktheit in der Hintermannschaft: Es war nicht so, dass die Nordhessen gegen die Schwaben permanent schlecht gedeckt hätten. Aber allein achtmal kassierten sie ein Gegentor, obwohl die Gastgeber wegen drohenden Zeitspiels zu einem schnellen Abschluss gezwungen waren. „Wir müssen besser verteidigen, denn dann klemmt es auch nicht mehr im Gegenstoßspiel“, betont MT-Coach Michael Roth.

• Mehr Tempo im Spiel nach vorn: Zu den Stärken der MT zählen Konter – eigentlich. Gegen Stuttgart erzielte das Team exakt wieviele Treffer aus der ersten Welle? Genau, null. „Wir müssen die schnellen Gegenstöße diesmal gut zu Ende spielen“, fordert Youngster Johannes Golla.

Zumal die Melsunger über exzellente Spieler verfügen. Tobias Reichmann, Michael Allendorf, Jeffrey Boomhouwer und auch Arjan Haenen haben während der erfolgreichen Vorbereitung oft genug bewiesen, dass sie nach raschen Ballgewinnen für die leichten Tore sorgen können.

• Mehr Geduld im Angriffsspiel: Je länger die Begegnung am Neckar dauerte, desto häufiger packte der Favorit die Brechstange aus. „Wir haben uns zu viel in 1:1-Situationen verstrickt“, bedauert Schneider im Rückblick. „Gegen Gummersbach müssen wir die Abwehr des Gegners viel mehr in Bewegung bringen und das Spiel in die Breite ziehen.“ In den Tests vor Serienbeginn war es den Nordhessen regelmäßig gelungen, kolletiv so viel Druck auszuüben, dass Neuzugang Reichmann von Rechtsaußen aus guter Position abschließen konnte.

• Mehr Konzentration auf die eigene Leistung: Zugegeben, die beiden Unparteiischen trafen in Stuttgart einige unglückliche Entscheidungen gegen Melsungen – besonders bei der Verteilung der Zeitstrafen. Dennoch hätten die MT-Akteure nicht so oft mit den Schiedsrichtern hadern dürfen und sich vielmehr auf ihr Spiel konzentrieren müssen. Golla ist zuversichtlich, dass sich die Mannschaft von einer anderen Seite zeigt: „Die Niederlage in Stuttgart hat uns richtig wachgerüttelt“.

MT Melsungen siegt gegen VfL Gummersbach

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