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Handball-Bundesliga: MT Melsungen beim 28:35 ohne Chance gegen die RN Löwen

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© Fischer

Kassel. Es kam, wie es wohl kommen musste. Ohne drei Stammspieler waren die Rhein-Neckar Löwen von der MT Melsungen nicht zu bändigen. Ihre Beute sicherten sie sich durch eine fulminante Anfangsphase, als der heimischen Handball-Bundesligist fast überrollt wurde und sich schließlich mit 28:35 (17:21) geschlagen geben musste.

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„Es muss bei uns alles passen, wenn es zu einer Überraschung reichen soll“, hatte MT-Trainer Roth vorausgesagt. Es passte nicht alles – und folgerichtig blieb die Überraschung aus. In der ersten Hälfte passte es besonders in der eigenen Deckung nicht, die einfach keinen Zugriff fand und an den Nahtstellen viel zu durchlässig war. Ein gefundenes Fressen für Kreisläufer Bjarte Myrhol und Linkshänder Michael Müller, die zunächst trafen, wie sie wollten. Und als sie eine Kunstpause einlegten, trat Andy Schmid mit fünf Rückraumtreffern vor der Pause auf den Plan.

Wie‘s defensiv funktioniert, demonstrierten die Gäste mit ihre äußerst beweglichen 6:0-Formation, die sich als wahre Gummiwand entpuppte, an der zunächst fast alle MT-Angriffe abprallten. Ballgewinne, die die Nationalspieler Gensheimer und Groetzki gewohnt sicher zu erfolgreichen Tempogegenstößen nutzten.

Beim 4:9 (13.) griff Michael Roth mit einer Auszeit ein. Und schaffte es zumindest, seine Offensive zu ordnen. Plötzlich war‘s ein offener Schlagabtausch. Weil Felix Danner am Kreis wirbelte und traf. Und weil Alexandros Vasilakis mehr und mehr seine Fesseln ablegte. Doch weil auch eine Abwehrumstellung (auf 5:1 mit dem vorgezogenen Schweikardt) nicht fruchtete, blieb‘s beim Fünf-Punkte-Vorsprung des Tabellenfünften. Bis Nenad Vuckovic kurz vor der Pause in Überzahl das 17:21 gelang.

Ein Hoffnungsschimmer, der nicht lange glimmte. Schon als Uwe Gensheimer und Karol Bielecki nach 36 Minuten auf 24:18 erhöhten, bahnte sich eine frühe Vorentscheidung an. Dann jedoch sorgte der eingewechselte Mario Kelentric mit drei Paraden in Folge (38.) nochmal für Stimmung.

Was als Aufbruchsignal gedacht war, verpuffte indes umgehend. Michael Schweikardt scheiterte per Siebenmeter an Goran Stojanovic und Torjäger Gensheimer machte bei der gleichen Prüfung kurzen Prozess - 20:26 (41.) Nein, geschlagen gaben sich die Gastgeber keineswegs. Der MT-Coach ließ nun noch offensiver (mit zwei vorgezogenen Spielern) decken, doch auch dieser Aufgabe entledigten sich die Löwen souverän.

Mit Tempowechseln, dynamischen Einläufern und dem befürchteten Biss, der sie an diesem Abend einfach auszeichnete. Wobei Trainer Gudmundsson dankbar von der Möglichkeit Gebrauch machte, munter durch zu wechseln. Eine Option, die sein Kollege nicht hatte.

Von Ralf Ohm

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