Glanzvoller Erfolg mit Anlauf - Melsungen siegt mit 32:28

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Kassel. Nach einer deutlichen Leistungssteigerung in der 2. Halbzeit hat die MT Melsungen auch ihr sechstes Ligaspiel in Folge gewonnen. Gegen den TuS N.-Lübbecke hieß es am Ende 32:28, nachdem die MT zur Halbzeit noch mit zwei Toren hinten gelegen hatte.

Der Schein trog. Der Eindruck etwa, den das Tor des Tages, ein wunderschöner Kempa-Trick in Unterzahl zum 26:22 in der 48. Minute, erwecken konnte. Dass nämlich der 32:28 (10:12)-Erfolg der MT Melsungen gegen den TuS N-Lübbecke dem heimischen Handball-Bundesligisten spielerisch leicht von der Hand ging.

„Nein, nein“, bestätigte Kunstschütze Michael Allendorf, „wir haben uns gegen einen starken Gegner richtig schwer getan.“ Und rechtzeitig enorm gesteigert, was den sechsten Sieg in Folge noch aufwertete.

Einer mit Anlauf also. „Und glücklicherweise zwei Halbzeiten“, wie Michael Roth erleichtert feststellte. Denn vor dem Wechsel fehlten seiner Mannschaft „Esprit, Aggressivität und Kreativität“ - Eigenschaften, die sie nach der Pause auch dank einer „etwas lauteren Ansprache“ des MT-Trainers beständig abrufen konnte. Das ermöglichte die Vollendung einer in der ersten Hälfte nur halbherzigen Aufholjagd nach einem 6:10-Rückstand (18.). Und die Wende, nachdem Nenad Vuckovic in der 34. Minute zum 15:15 erstmals ausgleichen konnte.

Die effektiv verschiebende und entschlossen störende 6:0-Deckung stellte auf einmal selbst für den bärenstarken Rückraum der Ostwestfalen ein fast unüberwindbares Hindernis dar. Auch dank der Glanzparaden des eingewechselten Mikael Appelgren, der zudem sein Konto gehaltener Siebenmeter auf 15 (gegen Dennis Wilke) erhöhen konnte. Darüberhinaus wurde Kreisläufer Loke an die Leine gelegt, der zuvor noch die Bälle von Arne Niemeyer oder Drago Vukovic magisch angezogen hatte.

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Trotzdem dauerte es bis zur 43. Minute, ehe die Gastgeber durch den glänzend aufgelegten Alexandros Vasilakis erstmals in Führung gehen konnten (21:20). Spielmacher Patrik Fahlgren war in dieser Phase längst zum Torjäger mutiert und leitete mit dem 22:21 die Vorentscheidung ein. Ein 5:1-Lauf gekrönt durch die magische Co.-Produktion von Savas Karipidis und Michael Allendorf.

Ein „Griff in die Trickkiste“ (Allendorf), der weitere Kräfte im Angriff frei machte. Denn Melsungen überstand in der Schlussphase zwei Zeitstrafen von Kubes und Karipidis und hatte dabei auf jeden Gegentreffer der nie aufgebenden Gäste stets die passende offensive Antwort. Da blitzte auf einmal spielerischer Glanz auf, nachdem sich die Bartenwetzer zuvor fast jeden Treffer hart erarbeiten mussten.

Die Fans waren entzückt und spätestens nach Vasilakis‘ zehnten Streich zum 31:26 (57.) in Feierlaune. Wie auch der MT-Coach. „Handball vom Feinsten“ hatte er bei seinen Schützlingen ausgemacht - in der zweiten Halbzeit.

Ralf Ohm

 

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