Ab 19 Uhr

Fünf Gründe, weshalb die MT das Lübbecke-Spiel ernst nehmen muss

Warnt vor Gegner Lübbecke: Melsungens Mannschaftskapitän Nenad Vuckovic (links), hier mit Nebenmann Michael Müller). Foto: Schachtschneider

Kassel. Im Europapokal läuft alles nach Wunsch, in der Bundesliga sind die Handballer der MT Melsungen noch nicht auf dem gewünschten Weg.

Doch mit einem Erfolg am Mittwoch ab 19 Uhr in der Kasseler Rothenbach-Halle gegen den TuS N-Lübbecke können sich die Schützlinge von Trainer Michael Roth wieder nach oben orientieren. Fünf Gründe, weshalb die Melsunger die heutige Aufgabe besonders ernst nehmen müssen.

1. Die Vergangenheit: Bei dem Namen Nettelstedt-Lübbecke muss MT-Kapitän Nenad Vuckovic erst einmal schlucken. Seitdem er im Januar 2008 zu den Nordhessen gewechselt ist, feierte er mit den Melsungern erst einen einzigen Sieg über die Ostwestfalen. „Sie liegen uns nicht so richtig“, sagt der Serbe, „aber gerade die negative Bilanz sollte Ansporn und Motivation genug sein, dieses Spiel zu unseren Gunsten zu entscheiden.“

2. Die Spielstärke: Auch wenn MT und TuS in der Tabelle fünf Pluspunkte und fünf Plätze trennen, so begegnen sich doch in Kassel zwei Teams auf Augenhöhe. „An einem guten Tag kann Lübbecke jede Mannschaft in der Bundesliga schlagen. In dem Kader steckt viel Qualität“, warnt MT-Coach Michael Roth vor dem aktuellen Tabellen-13. Anders als manch anderer Verein in dieser Klasse besitzt Nettelstedt auf allen Rückraumpositionen exzellentes Personal. Die Königsposition ist sogar dreifach besetzt: mit Ales Pajovic, Christian Dissinger und Niclas Pieczkowski.

3. Die Tabellensituation: Während Lübbecke aufpassen muss, nicht in den Abstiegsstrudel zu geraten, und jeden Zähler braucht, wollen die Melsunger weiter im Rennen um die Plätze mitmischen, die einen neuerlichen Start im Europacup vorsehen. „Es ist eine wegweisende Partie“, erklärt Roth, „wenn wir gewinnen, sind wir wieder am fünften und sechsten Rang dran.“

4. Die Belastung: Zwölf Tage hatten die Lübbecker keinen Einsatz, ehe sie heute Abend mal wieder ran müssen und in Kassel gastieren. Dagegen hatten die MT-Spieler nach der WM-Pause schon drei englische Wochen mit viel Reisestress und Auftritten unter anderem in Kroatien und Ungarn. „Es kann aber auch gut sein, wenn man im Rhythmus ist“, hofft Melsungens Rückraumstratege Michael Müller.

Außerdem stand am vergangenen Mittwoch kein Erstliga-Spiel auf dem Programm. „Da konnten wir gut trainieren. Jetzt“, erklärt Vuckovic, „haben wir wieder genug Energie.“ Und komplett sind sie auch.

5. Die Zuschauergunst: Die 23:26-Heimpleite gegen Hamburg liegt nunmehr zwei Wochen zurück. Dennoch ist sie noch immer nicht aus den Köpfen der Spieler verbannt. Auch bei den eigenen Fans dürfte dieser ernüchternde Auftritt noch überaus präsent sein.

Gegen Lübbecke – und damit mehr als bei den Auftritten im EHF-Cup – besteht die Möglichkeit, Werbung in eigener Sache zu betreiben.

„Kein Spiel ist leicht zu gewinnen. Wir bauen auch auf die Unterstützung unserer Anhänger“, sagt Roth, für den die Begegnungen in diesem Monat große Bedeutungen haben: „Dann wissen wir, wohin die Reise geht.“

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