Mikkelsen erlöst Melsungens Anhänger

29:27-Sieg: MT Melsungen schlägt Magdeburg nach Handball-Krimi

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Lasse Mikkelsen

Kassel. Jubel in der Kasseler Rothenbach-Halle: Die MT Melsungen hat auch das vierte und letzte Punktspiel im Monat Oktober gewonnen.

Im Topspiel gegen den SC Magdeburg war es eine wahre Nervenschlacht, bis der 29:27 (13:13)-Erfolg unter Dach und Fach war.

Die MT begann personell verändert. So rückte Philipp Müller anstelle des Youngsters Johannes Golla in den Mittelblock, und Jeffrey Boomhouwer durfte auf linksaußen für den zuletzt enttäuschenden Michael Allendorf ran. Müller hatte auch gleich einige wichtige Abwehraktionen gegen Magdeburgs Torjäger Michael Damgaard. Im Angriff war Lasse Mikkelsen trotz leichter Fußverletzung erste Wahl, der grippegeschwächte Felix Danner saß auf der Ersatzbank.

Anders als in den vergangenen Partien - wie zum Beispiel beim Pokal-Debakel gegen Leipzig - waren die Hausherren vom Anwurf weg präsent. Dies galt aber auch für die Gäste aus Sachsen-Anhalt. So entwickelte sich das erwartet intensive Spiel. Beide Mannschaften zeigten ihre Qualitäten in der Offensive. Der SCM ging in Führung, die MT glich kurz darauf aus. Für die Heimsieben warf Tobias Reichmann einige wichtige Treffer. Nach 25 Minuten lag Melsungen nach einem 4:0-Lauf erstmals mit 12:10 vorn. Doch dann schlug der Kontrahent zurück – durch Zeljko Musa und Robert Weber. Wie es zur Pause stand? Unentschieden – passte auch gut zum Spielverlauf.

Fotos: MT Melsungen schlägt den SC Magdeburg

MT-Kreisläufer Marino Maric © Schachtschneider
HNA-Redakteur Björn Mahr im Gespräch mit Keeper Johan Sjöstrand. © Schachtschneider
Bedankt sich bei den Fans: Philipp Müller © Schachtschneider
Eingespieltes Torhüter-Team: Nebojsa Simic und Johan Sjöstrand © Schachtschneider
Johannes Golla, der keine Einsatzzeit bekam, und Johan Sjöstrand. © Schachtschneider
Jubelnde MT-Spieler nach dem Schlusspfiff. © Schachtschneider
Auch der Trainer war glücklich: Michael Roth umarmt Spielmacher Lasse Mikkelsen. Rechts: Tobias Reichmann. © Schachtschneider
Jubelnde MT-Spieler nach dem Schlusspfiff. © Schachtschneider
Jubelnde MT-Spieler nach dem Schlusspfiff. Vorn rechts: Dener Jaanimaa, hinten: Finn Lemke. © Schachtschneider
Abwehrchef Finn Lemke auf Torejagd. © Schachtschneider
Abwehrchef Finn Lemke auf Torejagd. © Schachtschneider
Jubelnde MT-Spieler nach dem Schlusspfiff. Links: Michael Allendorf, der erst nach 45 Minuten eingewechselt wurde. © Schachtschneider
Dener Jaanimaa tankt sich durch. © Schachtschneider
Lasse Mikkelsen im Zweikampf. © Schachtschneider
Julius Kühn. © Schachtschneider
Tobias Reichmann © Schachtschneider
Tobias Reichmann © Schachtschneider
Tobias Reichmann © Schachtschneider
MT-Trainer Michael Roth © Schachtschneider
Julius Kühn. © Schachtschneider
Schwer zu halten: Julius Kühn. © Schachtschneider
Sprunggewaltig: Julius Kühn © Schachtschneider
Finn Lemke am Kreis. © Schachtschneider
Finn Lemke © Schachtschneider
Tobias Reichmann kann's auch aus dem Rückraum. © Schachtschneider
Julius Kühn © Schachtschneider
Bissig: Philipp Müller  © Schachtschneider
Philipp Müller  © Schachtschneider
MT-Trainer Michael Roth © Schachtschneider
Kurzzeitig angeschlagen: Finn Lemke © Schachtschneider
Johan Sjöstrand parierte den letzten Elfmeter von Magdeburgs Top-Torjäger Robert Weber, der hier von außen erfolgreich war. © Schachtschneider
Johan Sjöstrand und Philipp Müller © Schachtschneider
Johan Sjöstrand © Schachtschneider
Voll dabei: MT-Trainer Michael Roth © Schachtschneider

Die Gastgeber waren sofort nach Wiederbeginn physisch und psychisch voll auf der Höhe – so wie es Melsungens Finn Lemke vor dem Duell mit seinem Ex-Klub auch gefordert hatte. Die Folge: die erste Drei-Tore-Führung. Julius Kühn gelang das 17:14 (34.). Und in dem Tempo machte die MT – gestützt auf einen sich immer mehr steigernden Nebojsa Simic – weiter. Dener Jaanimaa traf mit einem seiner typischen Unterarm-Gewaltwürfe zum 19:15 (38.). Die 4300 Zuschauer in der ausverkauften Kasseler Rothenbach-Halle waren hellauf begeistert. Zurecht, wie das herrliche 22:17 durch Marino Maric bewies (42.). Vieles sprach nun für die Nordhessen.

Doch wer die Magdeburger kennt, der weiß, dass sie nicht so schnell in ihr Schicksal ergeben werden. Es bahnte sich ein harter Kampf bis zur letzten Minute an. Allerdings behielt Melsungen trotz des wachsenden Drucks im Angriff die Übersicht. Es wurde gewartet, bis ein Mann frei war – wie bei Mikkelsens 28:23 (53.). Allerdings wurde es noch einmal eng: Robert Weber verkürzte nach einigen Fehlern der MT auf 26:28 (57.). Es wurde hektisch: Weber hätte sein Team per Siebenmeter auf 27:28 herankommen können, wirft Johan Sjöstrand aber den Siebenmeter in Richtung Gesicht und kassiert die Rote Karte (58.). Erst drei Sekunden vor Ende warf Mikkelsen das erlösende 29:27.

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