Melsunger Derbysieg mit Anlauf: Roth-Team bricht Eisenacher Widerstand

Kassel. Derby haben, so heißt es, ihren eigenen Gesetz. Ihnen zum Trotz wurde die MT Melsungen ihrer Favoritenrolle gerecht, ließ den Nachbarn ThSV Eisenach abblitzen und festigte mit einem 29:23 (13:14)-Sieg den sechsten Platz in der Handball-Bundesliga.

 „Ich bin einfach nur froh über den Erfolg, weil wir uns lange schwer getan haben“, stellte MT-Rückraumrecke Michael Müller erleichtert fest.

Zunächst war‘s nämlich eine recht zähe Angelegenheit für den Final-Four-Teilnehmer. Genauer gesagt eine ganze Halbzeit lang, in der sich die Gäste als hellwach, hochmotiviert und jederzeit gleichwertig entpuppten. Auch weil die Melsunger 6:0-Deckung lange vergeblich um Zugriff bemüht war. Gegen Kreisläufer Hansen, der besonders in der zweiten Welle kaum zu halten war. Und auch gegen die fast ansatzlosen Schlagwürfe von Aivis Jurdzs. Auf der Gegenseite ließen die Nordhessen zwei Siebenmeter (Allendorf, Sellin) aus und schossen auch in anderen klaren Situationen Torwart Villadson warm.

Die Folge: ein 6:9-Rückstand nach 13 Minuten, ehe MT-Trainer Roth auf den Plan trat. Besonders die Einwechslung von Michael Müller lohnte sich. Der sorgte mit drei Treffern für den 11:11-Ausgleich. Und Daniel Kubes sowie der ebenfalls eingewechselte Christian Hildebrand für eine 13:12-Führung (24.).

Doch die Thüringer ließen sich nicht abschütteln. Weil Linksaußen Bjarki Elisson auftaute und Rene Villadson weiterhin seinen Kollegen Mikael Appelgren in den Schatten stellte. Seine Paraden veredelte Spielmacher Sklenak zur 14:13-Halbzeitführung der Eyjolfsson-Schützlinge.

Das roch noch nicht nach einer Überraschung, wohl aber nach erheblichem Verbesserungsbedarf der Melsunger. Und sie steigerten sich - im Angriff, wo Nenad Vuckovic als Regisseur das Tempo anzog, damit Räume für seine Rückraumkollegen schuf, die sich nicht lumpen ließen.

Fotos: MT Melsungen gegen Eisenach

MT Melsungen gegen Eisenach

MT Melsungen gegen Eisenach © HNA/Fischer
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Nach dem 18:17 (37.) durch Jonathan Stenbäcken schien sich gar die Wende anzubahnen: Mikael Appelgren pariert einen Siebenmeter von Benjamin Trautvetter, Michael Müller und Felix Danner erhöhen auf 20:17. Klares Indiz dafür, dass nun auch endlich die MT-Deckung zur gewohnten Form gefunden hatte. Die Nahwurfzone geriet zur verbotenen Zone für die Gäste, was deren Rückraum kaum mehr kompensieren konnte.

Kein Derby ohne Hektik durch die plötzliche Zeitstrafenflut der bis dahin souveränen Schiedsrichter, die Melsungen aber auch nichts mehr anhaben konnte. Genauso wenig wie Allendorfs dritter verworfener Siebenmeter. Sie hatten ja ihren Tempogegenstoßspezialisten Kubes und einen mittlerweile heiß gelaufenen Kreisläufer Danner. Beide erhöhten auf 23:19 (50.). Die Vorentscheidung, weil beim tapferen Außenseiter die Kräfte nachließen und der Favorit nichts mehr anbrennen ließ.

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