Handball-Bundesligist ringt Rekordmeister nieder

Wahnsinn: MT schlägt Kiel 29:25 – 4300 Fans aus dem Häuschen

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Umjubelter Sieg: Die Melsunger Spieler Boomhouwer, Mikkelsen, Haenen, Simic und Kühn feiern ausgelassen nach dem 29:25-Erfolg gegen den THW Kiel.

Kassel. Trotz einiger Ausfälle: Handball-Bundesligist MT Melsungen hat den dritten Sieg in Folge gefeiert und Rekordmeister THW Kiel mit 29:25 (15:10) aus der Rothenbach-Halle geschossen.

Überragend vor allem auf Seiten des Teams von Trainer Michael Roth, das verletzungsgeschwächt antreten musste: Torwart Nebojsa Simic und Spielmacher Lasse Mikkelsen.

Die erste Hälfte war auf jeden Fall das beste, was die Mannschaft in der noch jungen Serie gezeigt hat. Zwar führte der favorisierte THW Kiel anfangs 2:0 und 3:1, dann aber wurden die Nordhessen immer besser – gestützt auf einen starken Torwart Nebojsa Simic und eine großartige Deckung. Die Abwehr um Finn Lemke war unheimlich schnell auf den Beinen. Die Ausfälle der beiden Müller-Brüder waren dem Team nicht anzumerken. Die erste Führung vor 4300 Zuschauern in der ausverkauften Kasseler Rothenbach-Halle warfen Lemke (2) und Michael Allendorf heraus: 7:5 (14.).

Stark: Spielmacher Lasse Mikkelsen

Zu einem großen Überraschungsfaktor für die Gäste, die drei Tage nach der Heimpleite gegen die TSV Hannover-Burgdorf unter erheblichem Druck standen, wurde Melsungens dänischer Mittelmann Lasse Mikkelsen, der erstmals sein großes Potenzial andeutete und neben tollen Pässen auch herrliche Treffer beisteuerte. Kein Wunder also, dass die Gastgeber aus einem 11:10 ein 15:10 machten. Dabei trafen Julius Kühn, Allendorf und – na klar: Mikkelsen.

Geht da vielleicht noch mehr? Aber Hallo! Denn es wurden die Simic-Festspiele ausgerufen. Nach Glanztaten gegen Niclas Ekberg, Steffen Weinhold und Rune Dahmke wurde er von den Fans gefeiert – besser: Er ließ sich ausgelassen feiern. Kühn traf in dieser Phase zum 20:13 (38.). Es bahnte sich eine Überraschung an.

Doch Kiel kämpfte und wurde zusehends offensiver. Und kam durch Weinhold auf 19:22 heran. Zudem war nicht klar, ob die Kräfte bei den dezimierten Hausherren reichen würden. Neben den Müllers saß Kreisläufer Felix Danner angeschlagen auf der Bank.

Gewann das Torhüter-Duell gegen Andreas Wolff und Niklas Landin: Melsungens Nebojsa Simic

Mehr als bis auf drei Treffer ließen die Nordhessen die Norddeutschen aber nicht herankommen. Weil die Deckung glänzend arbeitete. Weil Simic super hielt. Und weil Mikkelsen fast alles richtig machte. Nach dem 28:23 von Tobias Reichmann per Konter und einer weiteren Glanztat von Simic war klar, wer das Parkett als Sieger verlassen würde. Das entscheidende 29:25 erzielte der abgezockte Youngster Johannes Golla im Stil eines exzellenten Kreisläufers (59.). Danach glich die mit 4300 Zuschauern ausverkaufte Halle einem Tollhaus.

Live gegen Flensburg

Nun geht es für die Melsunger zunächst nach Lemgo. Am 21. September, 19 Uhr, steht dann das nächste Heimspiel an gegen die SG Flensburg-Handewitt. Dieses Spitzenspiel übertragen wir wieder live per Radio HNA.

MT schlägt Kiel 29:25 – 4300 Fans aus dem Häuschen

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