Handball-Bundesliga

MT Melsungen am Sonntag gegen Balingen

Ein starkes Gespann, das gegen Balingen einen Sieg anpeilt: MT-Trainer Michael Roth (links) und sein Kreisläufer Felix Danner. Foto: Schachtschneider

Kassel. Endlich wieder Handball-Bundesliga! Die MT Melsungen empfängt am Sonntag HBW Balingen-Weilstetten (15 Uhr). Bis auf Torwart Johan Sjöstrand sind alle fit.

Wir übertragen das Spiel live ab 15 Uhr auf Radio HNA

Vorhang auf für die Wochen der Wahrheit in der Handball-Bundesliga! Ab Sonntag gilt’s für die MT Melsungen, wenn sie auf der ersten von noch acht Etappen auf dem angestrebten Weg nach Europa auf HBW Balingen-Weilstetten (15 Uhr Rothenbach-Halle) trifft. Und mit breiter Brust ihre Ansprüche auf die Qualifikation für den EHF-Pokal unterstreichen will. „Wir wissen, was wir leisten können“, sagt Kreisläufer Felix Danner, „also muss ein Sieg her.“

Einer, der bei den zu erwartenden Punktverlusten der Konkurrenz - Berlin und Wetzlar spielen gegeneinander und Göppingen muss in Kiel ran - noch aufgewertet werden könnte. „Natürlich können wir davon profitieren“, weiß Trainer Roth. Aber auch, „dass wir dazu erstmal selbst unsere Hausaufgaben machen müssen“. Die schwieriger zu bewältigen sind als sie scheinen, wenn der Vierte auf den 14. trifft, selbst wenn der eine verheerende Auswärtsbilanz (2:22-Punkte) hat.

Denn nach langer Pause gilt es, „erst mal so schnell wie möglich den eigenen Rhythmus zu finden“ (Danner). Immerhin: Personell kann Michael Roth aus dem Vollen schöpfen. Michael Allendorf kehrt in den Kader zurück, soll jedoch, so sein Trainer, „langsam wieder herangeführt werden“. Dank Schröders Genesung stehen drei Linkshänder für den Rückraum zur Verfügung, was wie durch die Doppelbesetzung der Mitte (Fahlgren, Vuckovic) zusätzliche Angriffsoptionen beschert, an der die Mannschaft in der Vorbereitung gearbeitet hat.

Die muss sich auf eine „neue“ HBW-Defensive einstellen, denn die wilden Jahre der Gallier von der Alb sind mindestens seit der Verpflichtung von Trainer Frank Bergemann, der zu Anfang des Jahres Markus Gaugisch ablöste, vorbei. „Wir haben einfach nicht mehr die Leute für eine offensive 3:2:1-Deckung“, erklärt der Ex-Erlanger. Dafür aber den aus Hamburg nachverpflichteten Dabor Dominikovic, der die 6:0-Abwehr zusammenhalten soll, woran den 38-Jährigen allerdings zuletzt Adduktorenprobleme gehindert haben. Wohl auch deshalb bastelt Bergemann, unter dem das Team bisher 3:7-Punkte holte, immer noch an der angestrebten Stabilität der Deckung: „Da müssen wir uns noch weiter entwickeln.“

Besser läuft’s im Angriff dank torgefährlicher Rückraumspieler wie Fabian Böhm, Olivier Nyokas, Martin Strobel oder den Ex-Melsunger Alexandros Vasilakis. „Da müssen wir kompakt stehen“, warnt der MT-Coach seine Schützlinge. Die wiederum sind „heiß“ darauf, dass es wieder losgeht. Froh darüber, ihr großes Ziel in Angriff nehmen zu können. Und auf dieses Unterfangen - der ungeliebten Pause sei Dank - optimal vorbereitet.

Von Ralf Ohm

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