Mit Sieg nach Lissabon

MT Melsungen lässt beim 30:23 in Gummersbach nichts anbrennen

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Melsungens Michael Mueller im Zweikampf mit Julius Kuehn vom VfL Gummersbach.

Gummersbach. Die Schwalbe Arena mausert sich langsam, aber sicher zum Wohnzimmer der MT Melsungen, wo sich der heimische Handball-Bundesligist offenbar so richtig wohl fühlt.

Wie beim souverän herausgespielten 30:23 (16:12), dem vierten Erfolg hintereinander in der Heimstätte des VfL Gummersbach, der nun sogar noch einmal um den Klassenerhalt bangen muss.

Die Roth-Schützlinge können sich dagegen selbstbewusst auf den Weg zum Europapokalspiel nach Lissabon machen.

Die MT begann konzentriert – im Angriff. Legte bis zum 5:4 (7.) vor und setzte sich danach, als die eigene Abwehr endlich Zugriff fand, auf 7:4 ab (10.). Im Rückraum harmonierten die Rückraumrecken Nenad Vuckovic sowie Philipp Müller prächtig und trafen verlässlich. So war Nationaltorwart Lichtlein schnell entzaubert. Größere Probleme bereitete den Gästen einzig VfL-Kreisläufer Pevnov – der einzige Aktivposten in Gummersbachs lauer Offensive.

Dann nutzte Linkshänder Alix Kevyn Nyokas Müllers Zeitstrafe, um endlich aufzutauen. Die Melsunger Antwort: Michael Allendorf. Der zeichnete sich als (bis zu seinem Fehlwurf in der 29. Minute) als sicherer Siebenmeterschütze aus, ließ von Linksaußen Carsten Lichtlein keine Chance und war auch in der ersten Welle eine Bank.

Sein filigraner Dreher zum 11:15 (28.) dokumentierte die Spiellaune des Nationalspielers. Und half seinem Team über eine zwischenzeitliche Kunstpause hinweg, als die Gastgeber durch drei Treffer in Folge von Christoph Schindler, Julius Kühn und Alexander Becker plötzlich auf 11:12 (23.) verkürzen konnten.

Jaanimaa macht alles klar

Nach dem Wechsel verpasste es Melsungen, einem deutlich angeschlagenen Gegner postwendend den Rest zu geben. Reihenweise wurden Chancen liegen gelassen (darunter auch Allendorfs zweiter Fehlwurf vom Punkt), sodass Andreas Schröder und Evgeni Pevnov sogar in Unterzahl auf 15:17 verkürzen konnte (35.). Ein Weckruf insbesondere für den Gummersbacher Schlussmann, der nun langsam aber sicher ins Spiel fand.

Ausgerechnet in eigener Unterzahl sorgte Dener Jaanimaa mit einem feinen Schlagwurf aus der zweiten Reihe zum 16:19 (39.) für Entwarnung. Und der eingewechselte Jeffrey Boomhouwer sowie Michael Müller erhöhten auf 21:16 (42.).

Die frühe Vorentscheidung? Fast. Einen zarten Versuch einer Aufholjagd starteten die Oberbergischen noch, als sie durch Kühn und Schröder auf 20:24 (50.) verkürzten. doch wieder war Linkshänder Jaanimaa der Spielverderber. Den Rest besorgte Torwart Sjöstrand, dem die Schlussphase gehörte. Und seiner Mannschaft der vierte Auswärtssieg der Saison.

Den ausführlichen Spielbericht finden Sie nach der Partie an dieser Stelle.

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